Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung

PKV-Anpassungen zum 1.1.2015 im Überblick

Zum 1. Januar 2015 erfolgt in der privaten Krankenversicherung eine Beitragserhöhung für die Pflegeversicherung. Doch auch zahlreiche Bisex- und Unisex-Tarife müssen nach Auslaufen von Beitragsgarantien angepasst werden. Die Tarifanpassungen werden je nach Tarifwelt (Bisex / Unisex) betrachtet. Stärker betroffene Tarife finden sich bei der Axa, Bayerische Beamtenkrankenkasse, Gothaer, INTER und UKV.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick und Hintergundinformationen zu den Gründen für eine Beitragserhöhung. Gleichzeitig geben wir Ihnen Möglichkeiten an die Hand, was Sie bei einer Beitragsanpassung durch Ihre PKV tun können.

Übersicht zur Beitragserhöhung 2014/2015

In diesem Jahr gibt es bei den Ankündigungen der neuen PKV-Beiträge eine Neuerung. Die Anpassungen werden getrennt für die alten Bisex- und die seit Dezember 2012 geltenden Unisex-Tarife veröffentlicht. Generell zeigt sich, dass die Unisex-Tarife weniger von Anpassungen betroffen sind. Hier kommt es teilweise sogar zu Beitragssenkungen. Dies hängt mit einer vorsichtigeren Beitragskalkulation zusammen. In den alten Bisex-Tarifen, in denen die meisten Privatversicherten versichert sind, kann es jedoch zu heftigen Ausschlägen von bis zu 50% kommen. Nachfolgend eine Übersicht der aktuell gemeldeten Beitragserhöhungen. Die Prozentsätze beziehen sich stets auf die Neugeschäftsbeiträge. Für Bestandskunden fällt die Erhöhung im Regelfall geringer aus.

Allianz PKV

Bei der Allianz Private Krankenversicherung (APKV) erfolgt zum Jahreswechsel eine Tariferhöhung in moderatem Umfang. So gibt es in der AktiMed-Tarifreihe der Unisex-Tarife bei Erwachsenen und Jugendlichen in einzelnen Tarifen Prämienerhöhungen. Bei Kindern bleiben dagegen die Beiträge durchweg stabil. In der Vollversicherung für Ärzte werden die Prämien angezogen, während es bei Kindern und Jugendlichen auch anpassungsfreie Tarife gibt.

Bei den geschlossenen PKV-Tarifen der Bisex-Tarifwelt ist die AktiMed-Reihe überwiegend anpassungsfrei, nur Männer und weibliche Jugendliche sind von höheren Beiträgen betroffen. Diese können im Einzelfall jedoch auch über 10 Prozent liegen. Dieses Bild zeigt sich ebenso beim Blick auf die Alttarife in der Vollversicherung und den Ärztetarifen. Neben anpassungsfreien gibt es ebenfalls Tarife mit Erhöhungen.

Für alle Versicherten mit einer beitragspflichtigen Pflegepflichtversicherung erhöhen sich die Prämien. Dies ist die Folge des Pflegestärkungsgesetzes I, das zu Leistungsverbesserungen im Bereich der Pflegepflichtversicherung führt.

Bisex-Tarife (für das Neugeschäft geschlossen)

Vollkostenversicherung für Angestellte und Selbständige

Frauen

  • 705, 711: z.T. über 10%
  • VSi0, VSi
  • ES300, ES600
  • KB: z.T. über 10%

Männer

  • AktiMed Plus 90
  • AktiMed Plus 90 (A): teilweise über 10%
  • 703, 705, 710, 710A: Anpassungen über 10%
  • 722
  • 2700, ESN300

Weibliche Jugendliche

  • AktiMed Plus 90P
  • AktiMed Plus 90
  • 741, 742, 750: z.T. über 10%
  • VS600, VS600A, VS1200, VS2400, VSi, VSP600, VSP600A; VSP1200, VSP2400

Männliche Jugendliche

  • 741, 750
  • VS0, VS600, VS600A, VS1200, VS2400, VS, VSP0, VSP600, VSP600A, VSP1200, VSP2400: z.T. über 10%

Kinder

  • 741, 742, 750
  • VS600, VS600A, VS1200, VS2400VSi, VSP0, VSP600, VSP600A, VSP1200, VSP2400
  • KB: über 10%

Unisex-Tarife (verkaufsoffen)

Erwachsene

  • AktiMed Plus 70 P
  • AktiMed Plus 90 P
  • AktiMed Plus 90

Jugendliche

  • AktiMed Plus 70 P
  • AktiMed Plus 90 P
  • AktiMed Plus 90

Ärzte-Gruppenversicherung

  • Ärzte Best 100
  • Ärzte Plus 100

Alte Oldenburger

Die Alte Oldenburger glänzt zum wiederholten Male mit Beitragsstabilität. In den Hauptverkaufstarifen bleiben die Prämien konstant. In einigen Tarifen erfolgt sogar eine Beitragssenkung.

Krankheitskostenvollversicherung:

Neugeschäft (Unisex): 

  • Erwachsene: KTS, KUR, PVN
  • Kinder: K20 (Senkung), KUR (Senkung), Pflege flex 1 + 2  
  • Jugendliche: K20, KUR (Senkung)

Bestand (Bisex):

  • Erwachsene: KTS (inkl. TA 2-4), KUR (Senkung), PT (nur Bisex/Männer), KTO (nur Bisex/Frauen), PVN
  • Kinder: K20 (Senkung), KUR (Senkung), Pflege flex 1 + 2  
  • Jugendliche: K20, KUR (Senkung)

Beihilfe/Beamtenanwärter:

Neugeschäft (Unisex):

  • Erwachsene: BET (Senkung), Z-Beihilfe (alle Stufen), PVB
  • Kinder: BET (Senkung)
  • Jugendliche: BET (Senkung)

Bestand (Bisex):

  • Erwachsene:  BET (Senkung),  Z-Beihilfe (alle Stufen), K50-Beihilfe (Senkung aller Stufen für Frauen in Bisex ), PVB
  • Kinder: BET (Senkung)
  • Jugendliche:  BET (Senkung)

ARAG

Anpassung von Bisex-Tarifen zum 1.1.2015

Männer

Frauen

Jugendliche und Kinder

Prämienerhöhung der Unisex-Tarife zum 1.1.2015

Tarife der Vollversicherung

  • 205: Erwachsene (teilweise auch Beitragssenkungen)
  • 207, 208, 209: Erwachsene
  • 21P70: Erwachsene (z.T. auch Beitragssenkungen)
  • 21P80: Erwachsene, Jugendliche, Kinder (t.T. Beitragssenkungen)
  • 21P90: Erwachsene, Jugendliche, Kinder
  • 520, 528, 529: Jugendliche, Kinder
  • 540, 548, 549: Jugendliche, Kinder
  • K600-K1500: Erwachsene (z.T. Beitragssenkungen)

Tarife der Beihilfeversicherung

  • 211-217: Jugendliche, Kinder
  • 221-227, 231-237, 241-247: Erwachsene

Die ARAG hat für bestimmte Tarife aus der Unisex-Tarifwelt eine Beitragsgarantie ausgesprochen. Somit bleiben die Prämien bis mindestens 01.01.2016 stabil. Die Garantie greift für folgende Unisex-Tarife:

Vollversicherung für Erwachsene:

  • 220, 240
  • 520, 528, 589

Vollversicherung für Kinder/Jugendliche:

  • 200, 201, 203, 205, 207, 208, 209
  • 220, 240
  • 230
  • K0-K1500

Beihilfetarife für Erwachsene und Kinder/Jugendliche:

  • 25, 27
  • 221-227, 231-237, 241-247 (gilt nur für Kinder/Jugendliche)

AXA Krankenversicherung

Für die Unisex-Tarifwelt gilt bei der Axa Krankenversicherung in den Bereichen Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbständige sowie Öffentlicher Dienst und Ärzte/Heilwesen überwiegend eine Beitragsgarantie bis zum 31.12.2015.

Eine Ausnahme bildet jedoch der Tarif EL Bonus-U, der aufgrund des Kostanstiegs im Gesundheitswesen und höherer Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen angepasst werden muss. Der Prämienanstieg liegt bei ca. 10 Prozent.

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Barmenia

Barmenia Beitragserhöhung 2015

Die Barmenia muss nach zwei Jahren mit moderaten Anpassungen nun in einigen Tarifen die Prämien erhöhen. Allerdings wurden die Prämien zum 1.1.2013 im Schnitt sogar gesenkt und im letzten Jahr kam es zu keiner Erhöhung. Bei Erwachsenen müssen lediglich die Vollversicherungs-Tarife (Unisex) einsA prima und VHV1+ erhöht werden. In der Zusatzversicherung kommt es nur im Tarif AK+ für Erwachsene zu Erhöhungen.

Bei Bestandsversicherten in für das Neugeschäft geschlossenen Tarifen müssen die Beiträge der VC- und Ärztetarife VHV anpasst werden, jedoch nicht in allen Tarifstufen. Ebenfalls heraufgesetzt werden die Krankentagegeldtarife TA und TM sowie der Beitragsentlastungstarif EB. Zusätzlich verteuert sich der Ergänzungstarif ZG für Männer.

Unisex-Tarife

  • einsA prima: Erwachsene, männl. und weibl. Jugendliche
  • einsA prima+ / expert / expert+: männl. und weibl. Jugendliche
  • VB 1 U / VB 2 U / VB 3 U / (B)VB 3 U: Kinder, männl. und weibl. Jugendliche

Bisex-Tarife für Bestandskunden

  • VC 2 / (B) VC 2 P / VCN / (B) VCNP: Männer
  • VC 3 P / (B) VC 3 P: Kinder, männl. und weibl. Jugendliche
  • VC 3 / VC 3 D / VC 3 E: Frauen
  • VC 3 F: Frauen, weibl. Jugendliche
  • VCH 2 C: männl. und weibl. Jugendliche
  • VCH 2 D / VCH 2 E / VCH 2 F: Männer, männl. und weibl. Jugendliche
  • VCH 3 A / VCH 3 P / (B) VCH 3 A: Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche
  • VCH 3 C / VCH 3 D / VCH 3 E: Männer, Frauen
  • VCH 3 F: Männer, Frauen, Jugendliche
  • VCNW / (B) VCNW: Kinder, Jugendliche
  • VA05: Männer, Frauen
  • VA 20 - 60 / (B) VA 20 - 50: Kinder, Jugendliche
  • VS 300 / (B) VS 300: Männer (teilweise Beitragssenkungen)
  • VS 120 - 180 / (B) VS 120 - 180: Männer, Kinder, Jugendliche
  • VS 220 - 280 / (B) VS 220 - 280: Beitragssenkungen
  • VD 20 - 70 / (B) VD 20 - 70: Männer, Frauen (teilweise Prämiensenkungen)
  • VD 80: Männer, Frauen, männl. Jugendliche
  • VD 100 / (B) VD 100: Jugendliche
  • VZ: Männer, Frauen
  • VHV 1 / (B) VHV 1 / VHV 3 / (B) VHV 3: Männer, Frauen
  • VHV 2 / (B) VHV 2: Männer

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Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK)

Beitragsänderungen Bisex-Tarife

Männer:

  • CompactPRIVAT Start 250 A und B: bis zu 20% bzw. 60 Euro (Über 65-Jährige: max. 40 Euro)
  • CompactPRIVAT Start 900 A: bis zu 10% bzw. 15 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B: bis zu 20% bzw. 40 Euro (Über 65-Jährige: max. 30 Euro)
  • CompactPRIVAT Optimal 250 A und B: bis zu 20% bzw. 80 Euro (Über 65-Jährige: max. 60 Euro)
  • CompactPRIVAT Optimal 250 B-A: bis zu 13% bzw. 24 Euro
  • A 672: bis zu 5% bzw. 5 Euro
  • A 840: bis zu 5% bzw. 10 Euro
  • A 1.500: bis zu 25% bzw. 40 Euro (Über 65-Jährige: max. 30 Euro)
  • S 2: bis zu 30% bzw. 10 Euro
  • S 3: bis zu 30% bzw. 30 Euro
  • HA 1680: bis zu 25% bzw. 30 Euro
  • HS 0: bis zu 15% bzw. 20 Euro
  • HS 767 / HS 1534: bis zu 10% bzw. 5 Euro
  • GesundheitPrivat 300: bis zu 15% bzw. 45 Euro
  • GesundheitPrivat 300 A: bis zu 12% bzw. 21 Euro
  • GesundheitPRIVAT Kompakt: bis zu 12% bzw. 40 Euro
  • GesundheitPRIVAT Kompakt A: bis zu 15% bzw. 15 Euro
  • GesundheitComfort 300: bis zu 10% bzw. 35 Euro
  • GesundheitComfort 300 A: bis zu 6% bzw. 11 Euro

In der Kombination aus den Tarifen A420/S3/S2/Z liegt die Erhöhung bei 7% bzw. maximal 40 Euro. In der Stufe A1500/S3/S2/Z liegt die Erhöhung bei 20% oder 80 Euro monatlich. Immer 50 Euro im Monat teurer wird es in der Tarifkombination aus A840/S3/S2/Z.

Frauen:

  • CompactPRIVAT Start 250 A und B: bis zu 20% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 A: bis zu 10% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B: bis zu 20% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Optimal 250 A und B: bis zu 20% bzw. 80 Euro (Über 65-Jährige: max. 60 Euro)
  • CompactPRIVAT Optimal 600 A: bis zu 10% bzw. 40 Euro
  • A 1.500: bis zu 20% bzw. 30 Euro (Über 65-Jährige: max. 20 Euro)
  • S 2: bis zu 5% bzw. 5 Euro
  • S 3: bis zu 5% bzw. 5 Euro
  • HA 1680: bis zu 20% bzw. 20 Euro
  • HS 0: bis zu 10% bzw. 15 Euro
  • HS 767 / HS 1534: bis zu 10% bzw. 5 Euro
  • GesundheitPrivat 300: bis zu 15% bzw. 45 Euro
  • GesundheitPrivat 300 A: bis zu 11% bzw. 30 Euro
  • GesundheitPRIVAT Kompakt A: bis zu 5% bzw. 9 Euro
  • GesundheitComfort 300: bis zu 5% bzw. 10 Euro
  • GesundheitComfort 300 A: bis zu 10% bzw. 24 Euro

Kinder:

  • CompactPRIVAT Start 250 B: 9% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B: 14% bzw. 8 Euro
  • CompactPRIVAT Optimal 250 B: 3% bzw. 4 Euro
  • A 0: 24% bzw. 30 Euro
  • A 80: 26% bzw. 28 Euro
  • Z 90/60: 19% bzw. 8 Euro
  • Z 100/80: 16% bzw. 10 Euro
  • GesundheitPrivat 300: 15% bzw. 22 Euro
  • GesundheitPRIVAT Kompakt: 9% bzw. 11 Euro
  • GesundheitComfort 300: 8% bzw. 13 Euro

Jugendliche:

  • CompactPRIVAT Start 250 B: 21% bzw. 22 Euro (männl.) und 14% bzw. 21 Euro (weibl.)
  • CompactPRIVAT Start 900 B: 16% bzw. 9 Euro (männl.) und 16% bzw. 10 Euro (weibl.)
  • CompactPRIVAT Optimal 250 B: 21% bzw. 28 Euro (männl.) und 13% bzw. 22 Euro (weibl.)
  • A 0: 24% bzw. 30 Euro
  • A 80: 26% bzw. 23 Euro (männl.) und 26% bzw. 33 Euro (weibl.)
  • Z 90/60: 19% bzw. 8 Euro
  • Z 100/80: 16% bzw. 10 Euro
  • GesundheitPrivat 300: 18% bzw. 27 Euro (männl.)
  • GesundheitPRIVAT Kompakt: 5% bzw. 6 Euro (männl.)
  • GesundheitComfort 300: 15% bzw. 24 Euro (männl.)

Beitragsänderungen Unisex-Tarife

Männer:

  • CompactPRIVAT Start 250 A und B: bis zu 5% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 A und B: bis zu 5% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 250 B - A: bis zu 17% bzw. 25 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B - A: bis zu 14% bzw. 10 Euro
  • S2: bis zu 5% bzw. 5 Euro
  • GesundheitComfort 300: bis zu 5% bzw. 10 Euro

Kinder:

  • CompactPRIVAT Start 250 B: 9% bzw. 10 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B: 14% bzw. 8 Euro
  • GesundheitComfort 300: 7% bzw. 12 Euro

Jugendliche:

  • CompactPRIVAT Start 250 B: 21% bzw. 28 Euro
  • CompactPRIVAT Start 900 B: 17% bzw. 11 Euro

Central Krankenversicherung

Nachdem es bei der Central Krankenversicherung in einigen Tarifreihen in den letzten Jahren zu überdurchschnittlichen Anpassungen kam, sind zum Jahreswechsel nur einzelnen Tariflinien betroffen. Allerdings können die Erhöhungen teilweise recht hoch ausfallen, weil die zeitlich befristete Gutschrift wegfällt. Auch die Erhöhung der Selbstbeteiligung führt zu einer indirekten Verteuerung. Folgende Tarife sind von Prämienerhöhungen betrofen:

  • KEH
  • CV3H
  • CVP500
  • KN und EKN
  • KNA und EKNA
  • comfort und die Vario-Tarife (z.B.: V333S2, V222S2, V211S2, V333S2P)

In manchen Tarifen verringert sich der Zahlbeitrag ab 1. Januar 2014 durch eine Gutschrift. Achtung: Diese Gutschrift ist voraussichtlich auf ein Jahr befristet. Nicht alle Tarife werden mit dieser Gutschrift subventioniert.

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Continentale

Bei der Continentale ist zum 1. Mai 2013 jeder vierte PKV-Vertrag der rund eine Million Policen des Dortmunder Versicherers von einer Beitragserhöhung betroffen. Vor allem Tarife in der Business Line sowie Zusatzversicherungen werden teurer. Über alle Conti-Versicherten beträgt die Anpassung 0,4 Prozent. In den betroffenen Tarifen liegt die Erhöhung deutlich darüber.

Tarife für Angestellte, Freiberufler und Selbständige

  • BSS: Erhöhung für Männer
  • CB: Erhöhung für Männer
  • CS 1, CS 2, CS2 Plus, GS 1, GS 1 Plus, GS2, GS: Erhöhung für Frauen

Debeka

Stabile Beiträge bei der Debeka

Lediglich eine marginale Erhöhung im Zahnbereich sowie Anpassungen für Ärzte - beim zahlenmäßig größten privaten Krankenversicherer, der Debeka, gibt es Beitragsänderungen in nur wenigen Tarifen. In den Tarifen für Angestellte und Selbständige bleiben die Prämien bereits im vierten Jahr in Folge konstant. Bei Beihilfetarifen bleibt es ebenfalls beim aktuellen Beitragsniveau - und das seit drei Jahren.

Lediglich die Pflegepflichtversicherung wird für alle Versicherten teurer. Hintergrund sind die gesetzlichen Verbesserungen durch das Pflegestärkungsgesetz I. Im Schnitt müssen hier die Prämien um 1,50 Euro je Mitglied heraufgesetzt werden.

Deutscher Ring

1. Tarife für Angestellte, Freiberufler und Selbständige

  • Classic: Männer +6%, Frauen +4 bis +6%
  • Classic+: Männer +8%, Frauen +8 bis +11%
  • Espirt M: Frauen +4 bis 5%
  • Esprit MX: Frauen +4 bis 5%
  • Esprit X: Frauen +7 bis 8%
  • Profi S: Frauen -3 bis -5%

2. Tarife für Auszubildende

  • BP 20 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 25 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 30 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 35 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 40 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 45 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%
  • BP 50 A: Männer +18%, Frauen +10 bis 11%

3. Tarife für Beamte und Beihilfeberechtigte

  • BD 20 (Zahn 20% Erstattung): Männer -2 bis +10%, Frauen +9%
  • BD 25 (Zahn 25% Erstattung): Männer -2 bis +10%, Frauen +9%
  • BD 30 (Zahn 30% Erstattung): Männer -2 bis +10%, Frauen +9%
  • BD 35 (Zahn 35% Erstattung): Männer -2 bis +10%, Frauen +9%
  • BP 15 (Mehrbett 15% Erstattung): Männer +18%, Frauen +10 bis +11%
  • BP 20 (Mehrbett 20% Erstattung): Männer +18%, Frauen +10 bis +11%
  • BP 25 (Mehrbett 25% Erstattung): Männer +18%, Frauen +10 bis +11%
  • BP 30 (Mehrbett 30% Erstattung): Männer +18%, Frauen +10 bis +11%

DKV Deutsche Krankenversicherung

Die Beitragserhöhung bei der DKV für die Bisex-Tarife wird erst zum 1. April 2013 durchgeführt. Die betroffenen Tarife im Überblick:

  • BM3: Frauen und Männer - Erhöhung über 10%
  • BM5/0: Männer - Erhöhung über 10%
  • BM5/1: Männer - Erhöhung über 10%
  • BM5/2: Männer - Erhöhung über 10%
  • BM5/3: Männer - Erhöhung über 10%
  • M4: Männer - Erhöhung bis 10%, Kinder - Erhöhung über 10%
  • K2B: Männer - Erhöhung bis 10%, Frauen - Erhöhung über 10%
  • Aktiv: Männer und Frauen - Erhöhung über 10%
  • MC1: Männer und Frauen - Erhöhung über 10%
  • MC2: Männer - Erhöhung bis 10%
  • GST: Frauen - Erhöhung bis 10%, Kinder - Erhöhung über 10%
  • AM0: Männer - Erhöhung bis 10%
  • AM2: Männer - Erhöhung über 10%
  • AM4: Frauen - Erhöhung über 10%
  • SM6: Männer, Frauen, männl. Jugendliche und Kinder - Erhöhung bis 10%, Weibl. Jugendliche: Erhöhung über 10%

Gothaer

Beitragsänderungen der Unisex-Tarife

Vor allem die Tarife mit einer Beitragsgarantie bis Jahresende müssen zum 1.1.2015 deutlich erhöht werden:

  • BE / Kinder, Jugendliche: über 15%
  • BS 15 - BS 50 / Kinder: +51 bis 10%
  • BSR 15 - BSR 50 / Kinder, Jugendliche: +10,1 -  über 15%
  • BWR 15 - BWR 50 / Jugendliche: +5,1 - 10%
  • MAX 1 / Kinder, Jugendliche: +10,1 - 15%
  • MAX 2 / Kinder, Jugendliche: +0,1 - 15%
  • MAX 2 / Erwachsene: +5,1 -10%
  • MediComfort / Kinder, Jugendliche: +5,1 - über 15%
  • MediVita 250 und 500 / Erwachsene: +5,1 - 10%
  • MediVita Z 90 / Erwachsene: +5,1 - 10% (Altersgruppe 30-45)
  • P3 / Kinder: +5,1 - 10%

Für langjährig Versicherte erfolgt bei der Gothaer eine Begrenzung der Beitragsanpassung. So erhalten Versicherte, die das 78. Lebensjahr vollendet haben und in einem seniorenbonusberechtigten Tarif versichert sind (mindestens 10 Jahre), ab 1. Januar 2015 einen Seniorenbonus. Zusätzlich gibt es für bestimmte Tarife noch einen Tarifbonus zur Beitragsermäßigung.

Hallesche

Wie bereits im Vorjahr ist der Anpassungsdruck bei der Hallesche äußerst gering. In den Tarifstufen zur Vollversicherung kommt es in der Unisex-Tarifwelt für Erwachsene sogar zu Beitragssenkungen. In den Genuss von geringeren Beiträgen kommen auch die Bestandskunden. In der Bisex-Tarifwelt finden sowohl Erhöhungen (bis max. 5%) als auch Senkungen statt.

Gleichzeitig hat die Hallesche die Absenkung des Rechnungszinses in den geschlossenen Bisex-Tarifen angekündigt. In den von einer Anpassung betroffenen Tarifen sinkt der Zinssatz für die Altersrückstellungen von 3,5 auf 3,1%. Damit trägt der Versicherer der anhaltenden Niedrigzinsphase Rechnung. In der Unisex-Tarifwelt liegt der Zinssatz bereits seit Einführung der neuen Tarife Ende 2012 bei 2,5%.

Prozentuale Beitragsänderungen im Neugeschäft (Unisex-Tarife):

  • NK: Senkung bis 4 % (NK.2, NK.3, NK.4, NK.Bonus)
  • KS: Senkung bis 3 % (KS.1, KS.2, KS.Bonus)
  • PRIMO: Senkung bis 9 % (PRIMO BONUSZ (+), PRIMO SBZ1 (+), PRIMO SBZ3 (+))

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HanseMerkur

  • ASZG: Männer +9%
  • KV2 (Fit): Männer +12%
  • KV3 (Fit): Männer +8%, Frauen +7%
  • KVE2 (StartFit): Männer +9%, Frauen +10%
  • KVG2 (StartFit): Männer +9%, Frauen +8%

Inter

Neugeschäft (Unisex-Tarife)

Während alle Stufen INTER QualiMed® U beitragsstabil bleiben sowie die Stufen JA S10 U und JAK U bei den Ärztetarifen stabil bleiben, wird die Tarifstufe JA um etwa 1,5% teurer. Deutlich stärker muss der Tarif JA S20 U angepasst werden. Die Erhöhung wurde durch den Einsatz von finanziellen Mitteln auf maximal 9% bzw. 30 Euro begrenzt. Bei den Tarifen für Zahnärzte ist die Stufen ZAK 3S U stärker betroffen. Stabil bleiben hingegen ZAK 1 U und ZAK 2 U. Die QualiMed Z-Tarife bleiben ebenfalls beitragsstabil.

Bestandsgeschäft (Bisex-Tarife)

JA S20 / Männer: Nach moderaten Anpassungen in den vergangenen Jahren gibt es zum 1.1.2015 eine deutliche Prämienerhöhung. Neben der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitswesen wirkt sich bei diesem Tarif nach Angaben der INTER vor allem der Effekt der sogenannten „Umstufer“ negativ aus. Ältere Versicherte der Tarifstufen JA und JA S10 konnten durch eine Tarifumstufung eine spürbare Beitragsersparnis erzielen. Dadurch hat sich jedoch die Risikostruktur des Tarifs JA S20 derart verschlechtert, was die enorme Anpassung zur Folge hat.

Durch den massiven Einsatz von Limitierungsmitteln konnte die Erhöhung auf 25% bzw. 60 Euro begrenzt werden.

  • ZAK (L) 3S / Männer: maximal 30% bzw. 35 Euro.
  • ZAK (L) 3S / Frauen: unter 10%, maximal 10 Euro.
  • ZAK SS U: maximal 15% bzw. 20 Euro.
  • VarioLine A 110 / Frauen: bis zu 50% bzw. 30 Euro.
  • VK / Frauen: maximal 12% bzw. 55 Euro

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LKH Landeskrankenhilfe

Zum Jahreswechsel erfolgt bei der LKH lediglich eine moderate Prämienerhöhung. Ein Großteil der Tarife bleibt wie bereits in den Vorjahren stabil. Höhere Anpassungen werden durch finanzielle Reserven abgemildert. Folgende Tarife sind von einer Erhöhung betroffen:

Tarife für Männer

  • Ambulante Tarife: 105, 110, 120, AS10, A103, A105
  • Stationäre Tarife: 282, 350-380
  • Kompakttarife: , P, P4, PP4, G3

Tarife für Frauen

  • Ambulante Tarife: 103, A103, A105
  • Kompakttarife: P2

LVM

1. Tarife für Angestellte, Freiberufler und Selbständige

  • A 0: Männer +3%, Frauen +1 bis +3%
  • A 1050: Männer +11 bis +17%, Frauen +3 bis +6%
  • A 1750: Männer +6 bis +8%, Frauen +4 bis +6%
  • A 20/P: Männer +1 bis +4%, Frauen +1 bis +3%
  • AP 300: Frauen +7 bis +8%
  • S1: Männer +10 bis +12%, Frauen +2 bis +3%
  • S2: Kinder +10%
  • S3: Kinder +12%, Frauen +11%, Jugendliche +9%

Münchener Verein

<h4>1. Tarife für Angestellte, Freiberufler und Selbständige</h4>

  • 195: Männer +4 bis +6%, männliche Jugendliche -5%
  • Excellent 728: Männer +5 bis +7%, männliche Jugendliche +32%
  • Excellent 730: Männer +12 bis +13%, männliche Jugendliche +31%
  • Excellent 767: Männer -1 bis -5%, männliche Jugendliche +61%
  • Royal 891: Männer +32 bis +34%, Frauen +6%, weibliche Jugendliche -9%
  • Royal 892: Männer +28 bis +31%, Frauen +1 bis +2%, weibliche Jugendliche -15%

<h4>2. Tarife für Beamte und Beihilfeberechtigte</h4>

  • Bonus Care - B 901: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 902: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 903: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 904: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 905: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 906: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 907: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care - B 908: Frauen +3 bis +5%, männl. Jugendliche +55%, weibl. Jugendliche +11%
  • Bonus Care B 931: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 932: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 933: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 934: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 935: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 936: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 937: Frauen +4 bis +6%
  • Bonus Care B 938: Frauen +4 bis +6%
  • Excellent - B 781: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +30%
  • Excellent - B 782: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +30%
  • Excellent - B 783: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +32%
  • Excellent - B 784: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +34%
  • Excellent - B 785: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +37%
  • Excellent - B 786: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +39%
  • Excellent - B 787: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +39%
  • Excellent - B 788: Männer +17 bis +20%, männl. Jugendliche +39%

<h4>3. Pflegezusatzversicherungen</h4>

  • Select Care 421: Frauen +4 bis +10%
  • Select Care 422: Männer +4 bis +9%, Frauen +1 bis +6%
  • Select Care 423: Männer +2 bis +12%, Frauen -1 bis +4%
  • Select Care 426: Frauen +1 bis 5%
  • Select Care 427: Männer +2 bis +10%
  • Select Care 428: Frauen -2 bis +3%

Nürnberger Krankenversicherung

Beitragsanpassung 2015 Unisex-Tarife

In der Tarifkombination TOP6, ZZ20, S1, TA6 (110 EUR) bedeutet dies eine absolute Prämienerhöhung von 13,87 Euro oder 3,10%. In der Kombination aus HAt6, S2 TS3 (80 Euro) verteuert sich der Tarif im 10,60 Euro bzw. 2,60%.

Erwachsene:

  • TOP3 / TOP3+: 6% bis 7%
  • TOP6 / TOP6+: 3% bis 4%
  • HAT6: 2% bis 4%
  • ZEP80: 3% bis 11%
  • BK / BAK: 6% bis 7%

Jugendliche:

  • TOP3 / TOP3+: 6%
  • TOP6 / TOP6+: 7%
  • ZZ20: 7%
  • BK / BAK: 4%

R+V

Bei der R+V sind einige Tarife von einer Beitragsanpassung zum 1. Januar 2015 betroffen. Die Selbstbehalte werden nicht angehoben. Folgende Tarife aus der Tarifreihe AGIL werden teurer:

  • AGIL classic pro (CP): Tarifstufen CP0U und CP1U für Kinder; Tarifstufen CP2U, CP3U für Erwachsene, Kinder, Schüler/Studenten
  • AGIL comfort (MP): Tarifstufen MP0U, MP1U für Kinder; Tarifstufen MP2U, MP3U für Erwachsene, Kinder, Schüler/Studenten
  • AGIL premium (TN): TN2U, TN3U für Erwachsene, Kinder, Schüler/Studenten
  • Beitragsentlastung im Alter (WBETU)

Tarifreihe R+V-Beihilfekonzept:

  • Grundtarif (BB und BH): Kinder
  • Stationärer Wahlleistungstarif (W1, W2): Kinder

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GesundheitsKonzept ELAN



  • Blick + Check premium, comfort und classic (BC1U, BC2U, BC3U): Kinder
  • Klinik premium (K1U): Erwachsene
  • Zahn premium und Zahn comfort (Z1U, Z2U): Erwachsene
  • Zahn classic (Z3U): Erwachsene und Kinder
  • Mitglieder premium (M1U): Erwachsene
  • Premium plus und Comfort Plus (P1U, P2U): Erwachsene
  • Beitragsentlastung im Alter (BETU): Erwachsene

 

SDK Süddeutsche Krankenversicherung

Beitragsanpassung im Neugeschäft für Unisex-Tarife 2015

Ein Großteil der SDK-Unisex- (verkaufsoffen) und Bisex-Tarife (geschlossen) bleibt zum Jahreswechsel von einer Prämienanpassung verschont. In den Unisex-Ambulanttarifen A75, A80, A100, A210, A220 erfolgen keine Anpassungen. Lediglich der Tarif A80B muss erhöht werden.

Bei Kindern erfolgt eine Anpassung in folgenden Unisex-Tarifen: A75, A80, A109, AZ, ZS75, S101 und S103.

SIGNAL

Bei der SIGNAL-Krankenversicherung werden die Kranken-Tarife im Schnitt um 1,1% angepasst. Um den Anpassungsdruck abzufedern, setzt der Versicherer allein 162 Millionen Euro ein. Im Schnitt der letzten 5 Jahre erreicht die SIGNAL eine durchschnittliche Anpassungsrate von 0,7%.

Folgende Tarife sind von höheren Beiträgen betroffen:

Jugendliche

  • EXKLUSIV 0: ca. 5%
  • START-B: ca. 10%
  • KOMFORT-B: ca. 9%

Kinder

  • EXKLUSIV 0: ca. 9%
  • START-B: ca. 9%
  • KOMFORT-B: ca. 5%

Erwachsene

R-KOMFORT-B: ca. 4 - 7% (Bestandstarife bleiben stabil!)

Beitragsstabile Tarife - So lange gab es keine Anpassungen:

  • KK1: 6 Jahre (Männer), 4 Jahre (Frauen, Kinder/Jugendliche)
  • KOMFORT 1: Seit Einführung 01.10.2008
  • KOMFORT-PLUS1: Seit Einführung 01.10.2008, Frauen, Kinder/Jugendliche 01.01.2011
  • A70: 7 Jahre
  • AS100: 5 Jahre
  • AZ 2: 7 Jahre
  • NO1: 3 Jahre
  • PflegeSTART, PflegePLUS, PflegeTOP: Seit Einführung 01.10.2008

UKV - Union Krankenversicherung

Die Erhöhungssätze sind die maximal möglichen Anpassungen und betreffen lediglich einen Teil der Bestandsversicherten. Der Großteil der UKV-Kunden ist von deutlich geringeren Anpassung betroffen.

CompactPRIVAT-Start

In den meisten Tarifstufen werden die Prämien bis maximal 10 oder 15 Euro heraufgesetzt. Folgende Tarifstufen weichen davon jedoch ab:

  • CP Start 250 B / Kinder, Jugendliche: +20 Euro
  • CP Start 900 B / Männer: +40 Euro
  • CP Start 250 A und B / Männer: +60 Euro (ab 65. Lebensjahr: max. +40 Euro)

CompactPRIVAT-Optimal

  • CP Optimal 600 A / Frauen: maximal 10%
  • CP Optimal 600 A / Kinder, Jugendliche: bis zu 20%
  • CP Optimal 250 A und B / Frauen, Männer: +80 Euro (ab 65. Jahr: max. +60 Euro) bzw. bis zu 20%

GesundheitPRIVAT / GesundheitCOMFORT

Beitragserhöhungen zwischen 5 bis 15%, maximal 45 Euro. Männer zahlen im Tarif GC 300 maximal 10% bzw. 35 Euro mehr.

  • GP 300
  • GP-Kompakt
  • GC 300

uniVersa

Während vor allem im Bereich der Krankenzusatzversicherung die Beiträge gesenkt werden können, müssen in der Vollversicherung einige Tarife der Unisex-Welt angepasst werden. Zu beachten ist, dass die Angaben keine Aussage über notwendige Erhöhungen in den Bisex-Tarifen zulassen.

Folgende Tarife sind zum 1. Januar 2014 von einer Erhöhung betroffen:

Erwachsene

  • uni-A 100
  • uni-A 155 (teilweise auch Beitragssenkungen)
  • uni-AM 155
  • uni-ZA 80 (teilweise auch Beitragssenkungen)
  • uni-ST 2/100
  • uni-ST 3/100 (teilweise auch Beitragssenkungen)
  • uni-STm 100
  • uni-VE 1300 H
  • uni-VE 1300 G
  • uni-intro Privat 300
  • uni-intro Privat 600
  • uni-intro Privat-Spezial (teilweise auch Beitragssenkungen)

Kinder

  • uni-intro Privat 300
  • uni-intro Privat 600
  • uni-intro Privat-Spezial

 

Württembergische Krankenversicherung

1. Tarife für Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbständige

  • EKN 1200: Kinder +14%, Frauen +2 bis +3%
  • ESN 300: Männer +18%
  • GN 300: Kinder +5%, Männer +9%
  • GN 600: Kinder +5%, Frauen +3 bis 4%
  • GN 1200: Kinder +3%
  • KN 1200: Frauen +8 bis +9%
  • KS 3000: Frauen +11%

2. Tarife für Auszubildende

  • ESN 300 S: Männer +5 bis +7%
  • KN 1200 S: Frauen +2 bis +5%
  • KS 3000 S: Frauen +4%
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Tricks bei Anpassungen: So werden Kunden besänftigt

Beitragsanpassungen sind aufgrund des medizinischen Fortschritts unausweichlich. Ärgerlich ist, wenn von einem Jahr auf das andere bis zu 80 Euro oder noch mehr im Monat verlangt werden. Um ihre Kunden zu beruhigen, lassen sich einige Anbieter besondere Maßnahmen einfallen, von denen einige vorgestellt werden:

Treuebonus / Tarifbonus: Für Bestandskunden gibt es eine zeitlich befristete Gutschrift. Je nach Vertragslaufzeit kommen Versicherte in den Genuss eines Beitragsrabatts von z.B. 20 Euro im Monat. Damit wird die Tariferhöhung abgemildert. Was viele jedoch nicht wissen: Entfällt die Gutschrift nach einem Jahr, bedeutet dies faktisch die nächste saftige Verteuerung der PKV. Denn ein Bonus wird aus Überschüssen des Versicherers finanziert. Bei steigenden Kosten und geringeren Kapitalerträgen entfällt der Bonus. Zudem gelten oftmals komplizierte vertragliche Regelungen, um einen Anspruch auf den Bonus zu haben. Lassen Sie sich also von dieser kurzfristigen Maßnahme nicht blenden.

Erhöhung des Selbstbehalts: Konstante Beiträge, aber höhere Selbstbeteiligung - dies ist ein beliebtes Mittel, um den Versicherten zu suggerieren, dass sich der Versicherungsschutz nicht verteuert. Dies belastet den Kunden zwar erst, wenn Rechnungen eingereicht werden, stellt im Kern jedoch eine höhere finanzielle Belastung dar.

Gründe für steigende Beiträge: Darum wird die PKV teurer

So vielschichtig wie die Tarife sind auch die Gründe, die eine Beitragserhöhung erforderlich machen. Zunächst gibt es auch in der Medizin den Trend zu Verteuerung von Leistungen im Gesundheitswesen. Steigende Preise für Medikamente, Geräte oder auch für das medizinische Personal durch höhere Lohnabschlüsse lassen die Kosten bei den Versicherern ansteigen.

  • Steigende Gesundheitskosten: Neue OP-Verfahren, moderne Geräte, neue Untersuchungsmethoden und neue Medikamente - das alles führt zu einem stetigen Anstieg der Gesundheitskosten. In der PKV gab es in den letzten 10 Jahren z.B. im Bereich der stationären Leistungen eine Kostenanstieg von 41%. Die Kosten für Zahnbehandlung und Zahnersatz sind im gleichen Zeitraum sogar um 79% gestiegen.
  • Steigende Lebenserwartung: Der medizinische Fortschritt begünstigt die Zunahme der Lebenserwartung. Laut Statistik (Sterbetafel 2014) ist die Lebenserwartung eines 30-jährigen Mannes von 79,7 Jahren im Jahr 1995 auf fast 85 Jahre im Jahr 2014 gestiegen. Diese zusätzlichen Lebensjahre müssen bei der Beitragskalkulation neu berücksichtigt werden, denn für diesen Zeitraum fallen zusätzliche Gesundheitskosten an. Durch die Bildung von Altersrückstellungen muss die PKV vorausschauend diese höheren Kosten bereits heute in den Beiträgen berücksichtigen. 
  • Bessere Diagnosen und Therapien: Der medizinische Fortschritt und die Forschung machen es möglich, dass heutzutage Krankheiten erfolgreich behandelt werden können, für die es vor einigen Jahren noch keine Hilfe gab. Gezielte Diagnosen durch neue (und teure) bildgebende Verfahren (z.B. Computertomografie) und modere Operationstechniken ermöglichen eine gezielte Behandlung und Operationen auch von älteren Versicherten. Doch dies hat seinen Preis. 
  • Zunahme von Volkskrankheiten: Stress, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung sorgen für einen Anstieg bei Diabetes mellitus, Übergewicht oder Rückenerkrankungen. Auch dies führt zu zunehmenden Gesundheitskosten.

Die Beitragserhöhung kann das PKV-Unternehmen jedoch nicht willkürlich vornehmen. Vielmehr bedarf es gemäß § 12b VAG eines unabhängigen Treuhänders, welcher der Beitragsanpassung zustimmen muss. Der Treuhänder stellt fest, ob die Beitragsanpassung im Einklang mit den Kalkulationsvorschriften des Versicherungsgesetzes steht. Dazu müssen verschiedene Rechnungsgrundlagen und mathematische Formeln berücksichtigt werden.

Möglichkeiten bei einer Beitragserhöhung

Gerade ältere Versicherte sind von einer Beitragserhöhung besonders betroffen. Denn gestiegenen Krankheitskosten müssen über die Altersrückstellung auch für die Zukunft in die Tarifprämien einkalkuliert werden. Aufgrund der fehlenden Ansparzeit ist dazu stets ein größerer Geldbetrag erforderlich als bei jungen Versicherten.

  • Tarifwechsel durch Umstufungsrecht: Durch Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts oder Reduzierung von Versicherungsleistungen, z.B. durch Verzicht auf Wahlleistungen im Krankenhaus, lassen sich sofortige Beitragsersparnisse erzielen. Alternativ bieten die meisten PKV-Unternehmen auch andere Tarife, bei denen man durch einen Wechsel die monatlichen Beiträge reduzieren kann. Eine persönliche Beratung sollte jedoch vorher eingeholt werden.
  • Beitragsentlastungsprogramme: Wer einen speziellen Vorsorgeplan mit seiner PKV-Gesellschaft vereinbart, kann eine garantierte Beitragssenkung im Rentenalter erhalten. Dazu muss man in jungen Jahren einen höheren Beitrag entrichten, der verzinslich angelegt wird. Die Beitragsentlastungsprogramme sind als integrierter Bestandteil der privaten Krankenvollversicherung ebenfalls durch den Arbeitgeber zuschussfähig.
  • PKV-Wechsel: Als letzte Möglichkeit bietet sich der Wechsel der privaten Krankenversicherung an. Zu beachten ist, dass in diesem Fall beim neuen Versicherer eine Gesundheitsprüfung stattfindet, die dazu führen kann, dass man den gewünschten Versicherungsschutz nicht erhält. In den meisten Fällen verbleiben die angesammelten Altersrückstellungen beim bisherigen Versicherer. 
  • Leistungskürzungen: Der Verzicht auf den Chefarzt im Krankenhaus kann eine monatliche Beitragsersparnis von bis zu 100 Euro bringen. Doch Vorsicht: Wer später wieder auf diese Leistung zurückgreifen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Daher sollte man diesen Schritt nur nach ausführlicher Beratung über Vor- und Nachteile in Erwägung ziehen.
  • Wechsel in Standard- oder Basistarif: Für ältere Versicherte hat der Gesetzgeber zwei Grundtarife eingeführt. Die Leistungen orientieren sich am Katalog der gesetzlichen Kassen. Der Beitrag ist auf einen Höchstwert begrenzt. Allerdings bietet der Tarifwechsel in einen anderen Normaltarif meist höhere Einsparmöglichkeiten.

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