Beamtenpension

Beamtenversorgung: Wie hoch ist Altersrente für Beamte?

Beamte, Lehrer, Richter und Soldaten erhalten als staatliche Altersversorgung die Pension. Die Beamtenpension wird aus Steuermitteln finanziert. Die Höhe der Pension hängt von der zuletzt erreichten Besoldungsstufe und den Dienstjahren ab.

Für jedes volle Dienstjahr erhalten Beamte derzeit einen Anspruch von 1,79375 Prozent, so dass nach 40 Dienstjahren der höchstmögliche Wert von 71,75 Prozent erreicht ist. Multipliziert mit dem letzten Gehalt ergibt sich die individuelle Beamtenpension. Bei Beamten in Teilzeit wird der Satz von 1,79375 Prozent um den entsprechenden Teilzeitfaktor gekürzt. Ebenso verhält es sich mit Zeiten der Dienstunfähigkeit.

Wann gibt es die Beamtenpension?

Grundsätzlich können Beamte mit dem 65. Lebensjahr in Pension gehen. Mit der schrittweisen Einführung der Rente mit 67 hat sich der Gesetzgeber dafür ausgesprochen, die Regelungen der Angestellten wirkungsleich auf die Beamten zu übertragen. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Pension werden die Ansprüche um 3,6 Prozent pro Jahr des vorzeitigen Ruhestands gekürzt.

Den gesetzlichen Niederschlag finden die Beamtenpensionen im Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Als Mindestanforderung für eine Pensionsleistung muss der Beamte mindestens fünf Dienstjahre geleistet haben. Bei Dienstunfähigkeit wird ebenfalls eine Pension gezahlt, allerdings nur dann wenn kein grobes Verschulden vorliegt und in Ausübung bzw. Aus Veranlassung des Dienstes. Die Beamtenpension oder das sogenannte Ruhegehalt errechnet sich aus den Dienstbezügen in den letzten 2 Jahren vor Renteneintritt und der Dienstzeit.

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Wie hoch ist das Mindestruhegehalt?

Jeder Beamte hat Anspruch auf ein Mindestruhegehalt. Auch hierfür gibt es gesetzliche Regelungen. Diese Mindestpension beträgt

  • 35 Prozent der Dienstbezüge, die für die Pensionsberechnung herangezogen werden oder
  • 65 Prozent der Dienstbezüge der Endstufe der Besoldungsstufe A4.

Trifft der letzte Fall zu, wird die Pension um monatlich 30,68 Euro aufgestockt. Im Vergleich zur gesetzlichen Rente für Angestellte weist die Beamtenpension folgende Unterschiede auf:

  • Der Vergleich mit gesetzlichen Renten ist irreführend, da es sich um Durchschnittswerte handelt. Aufgrund der oftmals höheren Ausbildung durch Hochschul- oder Fachhochschulabschluss sind die Gehälter und damit auch die Pensionsansprüche höher als bei durchschnittlich Beschäftigten.
  • Die gesetzlichen Rentenhöhen erfassen auch sogenannte Mini-Renten. Diese entstehen, wenn man nur kurzzeitig in einer Beschäftigung ist oder eine Selbständigkeit aufnimmt und nicht mehr in die Rentenkasse einzahlt. Bei Beamten gibt es hingegen die Mini-Renten nicht. Verantwortlich dafür ist das Lebenszeitprinzip im Beamtenrecht.
  • Letztlich sind die Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung durch die Beitragsbemessungsgrenze nach oben gedeckelt. Diese Grenze existiert bei Beamtenpensionen nicht. Daher sind die Ansprüche für Beamte zwangsläufig höher.

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