Bausparen

Langfristig und planungssicher ins Eigenheim

Besonders bei jungen Menschen ist das Vorurteil verbreitet, dass Bausparen altmodisch sei. Aber auch 120 Jahre nach Gründung der ersten Bausparkasse ist der Bausparvertrag noch immer eine beliebte Form zur Finanzierung des Eigenheims.

Bausparen – mit viel Sicherheit ins Eigenheim

Bausparen stellt für die meisten Bundesbürger noch immer die sicherste Methode dar, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. So handelt es sich bei einem klassischen Bausparvertrag in aller Regel um eine Finanzierungsform, die für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Erwerb von Wohnungseigentum verwendet wird. Aber auch andere Käufe können mit einem Bausparvertrag durchaus finanziert werden. So ist etwa der Erwerb eines Autos damit ebenfalls möglich, wobei dann allerdings auf die Wohnungsbauprämie verzichtet werden muss.

Bausparen gliedert sich im Ablauf in drei Phasen, von denen die erste Phase die Ansparphase darstellt. Hier ist eine Mindestsumme, die durch die Bausparkasse zusammen mit dem Vertragskunden festgelegt wurde, anzusparen.

Dieser Ansparphase folgt dann die Zuteilung durch die Bausparkasse. Hier wird dem Kunden die vereinbarte Summe als Darlehen zur Verfügung gestellt, wenn die Voraussetzungen für eine Zuteilung erfüllt sind. Dabei müssen in aller Regel 40-50% der Bausparsumme angespart worden und der Zuteilungstermin verstrichen sein. Ist dieser Termin, an dem frühestens zugeteilt werden kann, verstrichen und auch die Mindestbewertungszahl für die Zuteilung erreicht, wird das Bauspardarlehen zugeteilt.

Darauf folgt dann die Darlehensphase, in der das Bauspardarlehen getilgt und die geliehene Summe wieder an die Bausparkasse zurückgezahlt wird. Der Zinssatz dazu ist bereits bei Abschluss des Bausparvertrages festzulegen.

Die Vor- und Nachteile beim Bausparen

Auch bei einer sicheren Finanzierungsform wie dem Bausparen gibt es Vor- und Nachteile.

Folgende Nachteile stechen besonders heraus:

  • Zuteilungszeitpunkt nicht garantiert,
  • keine kurzfristige Finanzierung,
  • geringe Zinsen während der Ansparphase.

Folgende Vorteile sind besonders zu berücksichtigen:

  • Zinshöhe steht fest,
  • Keine Vorfälligkeitszinsen,
  • Wohnungsbauprämie,
  • Arbeitnehmersparzulage.

Ein häufiger Kritikpunkt beim Bausparen ist die Tatsache, dass der Zuteilungszeitpunkt nicht garantiert werden kann. Bauspardarlehen werden immer aus dem Guthaben der anderen Bausparer bedient, und daher muss hier genug Kapital bei der Bausparkasse zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund muss auch die Bewertungszahl, die über die Zuteilungsreife entscheidet und im Vorfeld bei Vertragsschluss festgelegt wird, erreicht werden.

Der zweite und für viele wohl gravierendste Nachteil ist die Tatsache, dass man mit einem Bausparvertrag durch die lange Ansparphase von etwa sieben Jahren keine Möglichkeit hat, kurzfristig eine Immobilie zu finanzieren. Aber auch die recht niedrigen Zinsen in der Ansparphase werden von vielen Kritikern gern gegen einen Bausparvertrag ins Feld geführt.

Vorteil ist hier aber zugleich, dass der Zinssatz für die Rückzahlung schon bei Vertragsschluss feststeht. Damit kann recht sicher kalkuliert werden und man ist vor Zinsschwankungen geschützt. Auch eine Rückzahlung vor Vertragsablauf wird nicht mit Vorfälligkeitszinsen bestraft. Daneben locken noch Zulagen wie etwa die Arbeitnehmersparzulage und die staatliche Wohnungsbauprämie.

Zusammenfassung Bausparen

Bausparen ist noch immer die sicherste und wohl günstigste Möglichkeit, sich langfristig den Wunsch von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Dabei sollte aber dem Bausparer klar sein, dass hier keine kurzfristigen Finanzierungen möglich sind. Neben der langen Ansparphase muss der Vertrag auch noch zuteilungsreif sein.

Doch bietet der Bausparvertrag durch die schon bei Vertragsschluss festgelegten Rückzahlungszinsen den Vorteil, dass man über viele Jahre eine fest kalkulierbare Finanzierungsform für seine Eigenheimfinanzierung hat und damit vor keiner Zinsanpassung, wie dies etwa bei einem konventionellen Immobilienkredit der Fall ist, Angst haben muss.

Auch kann man beim Bausparen mit vielen Zulagen rechnen, die die Finanzierung des Eigenheims günstiger machen. Neben der staatlichen Wohnungsbauprämie, die im Übrigen zurückgezahlt werden muss, wenn das Bauspardarlehen nicht für Wohnzwecke genutzt wird, wird auch noch die Arbeitnehmersparzulage für besonders niedrige Einkommen gewährt. Aber auch beim Bausparen sollte man auf einen Vergleich nicht verzichten.

Aktuell sind 25 Anbieter am Markt zu finden und es stehen bei diesen mehr als 100 Tarife zur Auswahl. Bei dieser Vielfalt an Tarifen für einen Bausparvertrag machen kleine Abweichungen bei einer Laufzeit von durchschnittlich 20 Jahren schnell mehrere Tausend Euro aus. Hier spart der Vergleich bares Geld und kann daher auch die Finanzierung viel günstiger machen.

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