Bauförderung
Bauförderung: Mit Fördermitteln günstig bauen
Bauförderung: Was gibt`s noch vom Staat?
Nachdem die umstrittene Eigenheimzulage zum Ende des Jahres 2005 für neue Eigenheimprojekte gestrichen wurde, können Häuslebauer weiterhin auf die finanzielle Unterstützung für die eigenen vier Wände vertrauen. Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage erhalten Häuslebauer heute aber hingegen deutlich weniger Geld aus dem staatlichen Fördertopf. Finanzielle Unterstützung gibt es insbesondere bei den Ländern als günstiges Darlehen. Einige Länder wie Berlin und Bremen stellen heute allerdings keine Landesmittel für die Bauförderung mehr bereit.
Neben länderspezifischen Wohnraumförderungsprogrammen werden private Bauherren finanziell von der KfW-Bank unterstützt. Das KfW-Wohneigentumsprogramm umfasst 30 Prozent der Gesamtkosten und wird über das Darlehen der Bank beantragt. Die KfW gewährt bis zu fünf Jahre mit Tilgungsfreiheit. Allerdings ist die Möglichkeit der Sondertilgung hier ausgeschlossen.
Zu den aktuell gültigen Programmen der Bauförderung kann auch die Eigenheimrente, auch bekannt als Wohn-Riester, gezählt werden. Mit dieser Altersvorsorgezulage fördert der Staat Wohneigentum im Rahmen der Altersvorsorge.
Bauförderung der Bundesländer
Die Landesförderprogramme der einzelnen Bundesländer sehen zinsvergünstigte Darlehen für private Bauherren vor. In Baden-Württemberg gibt es gleich ein ganzes Paket verschiedener Landeswohnraumförderungsprogramme bis zu 100.000 Euro. Auch in Ländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen stehen verschiedene Förderprogramme für Neubauten, gebrauchte Immobilien und umweltfreundliche Modernisierungsmaßnahmen zur Verfügung.
Fast jedes Bundesland hat eigene Programme zur Bauförderung aufgelegt. Bei diesen Wohnraumförderungsprogrammen handelt es sich in der Regel um besonders zinsgünstige Darlehen. Die Fördermöglichkeiten sind an das Haushaltseinkommen gekoppelt, wobei mit der Bauförderung aber auch Normal- und Besserverdienende berücksichtigt werden. Informationen zu den jeweils ländereigenen Bauförderungen erhält man bei den Investitions- und Landesbanken.
Häuslebauer und Immobilienkäufer haben jedoch keinen Rechtsanspruch auf ein günstiges Darlehen vom Staat. Der Antrag auf Bauförderung muss zudem immer vorab eingereicht und bewilligt werden. Ländliche und strukturschwache Regionen werden besonders gefördert. Einige Förderprogramme sind an energetische Standards wie KfW 85 oder Passivhäuser gekoppelt.
Bauförderung: Günstige Bauzinsen
Angehende Bauherren kommen je nach Leitzinsniveau in den Genuss besonders günstiger Bauzinsen. Dabei gilt: je niedriger die Bauzinsen, desto länger die Zinsfestschreibung. Mit einer langfristigen Zinsbindung bis zu 25 Jahren profitieren Bauherren auf Jahre von den niedrigen Zinsen für ihren Baukredit. In den vergangenen Jahren sind die Bauzinsen tendenziell immer weiter gesunken – der Bauzins lag zwischen fast acht und 2,4 Prozent.
Häuslebauer starten im optimalen Fall mit viel Eigenkapital und einer kurzen Laufzeit in ihre Baufinanzierung. Zusätzlich fallen Nebenkosten wie Maklerprovision, Grunderwerbsteuer und Notar-Gebühren an. Selbst bei vergleichsweise schmalen Kreditsummen von etwa 150.000 Euro kommen schnell Nebenkosten in Höhe von 10.000 Euro zusammen. Grundsätzlich sollte man zusammen mit Baukredit-Angeboten immer die Möglichkeiten einer Bauförderung vom Land prüfen: Richtig günstig kommen Bauherren nämlich meist mit Unterstützung des staatlichen Fördertopfs in die eigenen vier Wände. Die Bauförderung wird am besten am Jahresanfang beantragt – dann sind die Fördertöpfe der Länder nämlich noch gut gefüllt.
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