Baufinanzierung
Richtig geplant schnell zur eigenen Immobilie
Baufinanzierung – Schnell in die eigene Immobilie
Die Baufinanzierung dient der finanziellen Unterstützung bei der Errichtung, dem Kauf und der Sanierung von Immobilien. Der Darlehensnehmer kann entweder die Immobilie selbst nutzen, sodass es sich um eine Eigennutzerfinanzierung handelt, oder er möchte die Immobilie mithilfe einer Kapitalanlegerfinanzierung zu Vermietungszwecken erwerben.
Als Kapital für die Finanzierung von Immobilien dient Eigenkapital sowie auch Fremdkapital. Eigenkapital meint z.B. Bank- und Sparguthaben, während mit Fremdkapital u.a. Darlehen von Kreditinstituten wie Banken und Bausparkassen gemeint sind.
Die für die Baufinanzierung zur Verfügung gestellte Darlehenssumme wird üblicherweise innerhalb bestimmter regelmäßig aufeinander folgender Zeiträume ratenweise inklusive Zinsen zurückgezahlt, was man als Annuitätendarlehen bezeichnet.
Denkbar ist auch die Vereinbarung einer Tilgungsaussetzung. Der Darlehensnehmer zahlt hierbei nur die anfallenden Zinsen und die Tilgung fließt in ein Tilgungssurrogat, als das abgetretene Ansprüche z.B. aus Rentenversicherungen dienen. Das Tilgungssurrogat wird mit dem vereinbarten Tilgungsanteil bespart und mit dem zeitlichen Ende der vereinbarten Darlehensrückzahlung zur vollständigen oder teilweisen Rückführung des Darlehens verwendet.
Vor allem der private Darlehensnehmer ist mit Beträgen konfrontiert, die seine finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen. Daher hat der Gesetzgeber diverse Verbraucherschutzvorschriften erlassen. So muss etwa der Darlehensnehmer vom Darlehensgeber über sein Widerrufsrecht ausführlich belehrt werden und bei Zahlungsverzug des Darlehensnehmers darf die Bank erst kündigen, wenn der Rückstand mindestens 2,5 % der Darlehenssumme beträgt.
Chancen und Risiken der Baufinanzierung
Für den Darlehensgeber bringt die Baufinanzierung das geringste Risiko eines Forderungsausfalls mit sich, denn die Darlehen sind mittels Grundschuld oder Hypothek abgesichert. Es besteht allenfalls die Gefahr, dass bei einer Sicherungsverwertung die noch offenstehende Darlehensverbindlichkeit mit dem Erlös nicht komplett abgedeckt werden kann.
Für den Darlehensnehmer gibt es eine Reihe von Risiken, die vor Abschluss eines Kreditvertrages zu berücksichtigen sind, denn die Rückzahlung erstreckt sich oftmals über viele Jahre, die im Vorfeld kaum zu überblicken sind.
So kann es passieren, dass bei Familien, die sich ein Eigenheim finanzieren, der Hauptverdiener stirbt. In solchen Fällen kann der hinterbliebene Darlehensnehmer nur durch eine Risikolebensversicherung vor dem finanziellen Ruin bewahrt werden.
Problematisch ist zudem, dass im Hinblick auf die Zinshöhe keine Sicherheit gegeben ist. Dies liegt daran, dass ein Großteil der Immobilienfinanzierer Zinsbindungen nur für fünf bis zehn Jahre gewährt. Die durchschnittliche Laufzeit einer Immobilienfinanzierung beträgt aber 25 Jahre und so ist mit einer regelmäßigen Zinsanpassung zu rechnen. Dies kann Vor- und Nachteil zugleich sein, da der Baufinanzierungszins sowohl steigen als auch sinken kann.
Allerdings bringt die klassische Baufinanzierung auch einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Alternative des Bausparvertrages mit sich. Bei der ersten Variante wird die Darlehenssumme sofort ausgezahlt, während der Darlehensauszahlung bei der zweiten eine lange Zeit des Sparens vorausgeht.
Zusammenfassung Baufinanzierung
Zu Beginn war die Baufinanzierung allein Aufgabe der Banken und Bausparkassen. Ende der 70er Jahre kamen dann aber diverse andere Darlehensvermittler wie Versicherungsmakler und Finanzvertriebe hinzu. Vor allem die Vermittlung über das Internet hat seit Ende der 90er Jahre stark zugenommen.
Für die Volkswirtschaft hat die Baufinanzierung eine große Bedeutung, denn sie wirkt sich mittelbar auf die Baubranche und die Wertentwicklung bei Immobilien aus.
Die Rückzahlung der Darlehenssumme kann auf vielfältige Art und Weise vereinbart werden. Der Klassiker ist dabei das sogenannte Annuitätendarlehen. In gleichbleibenden Monatsraten, die sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammensetzen, wird der Kredit zurückgezahlt.
Für viele Menschen bedeutet die eigene Immobilie die größte Anschaffung ihres Lebens. Aber erst ein Darlehen macht diese Anschaffung möglich. Dabei kann die Immobilie dem eigenen Wohnen dienen, weshalb es sich dann um eine Eigennutzerfinanzierung handelt. Oder es liegt eine Kapitalanlegerfinanzierung vor, weil der Darlehensnehmer die Immobilie vermieten möchte.
Wegen der vielfältigen Risiken, die mit der Baufinanzierung einhergehen, sollten sich künftige Immobilienerwerber sehr gut beraten lassen und gegen die größten Risiken vernünftig absichern. Für die Verbraucher, die aufgrund ihrer finanziellen Mittel und fehlender Erfahrungen in der Immobilienbranche besonders schutzbedürftig sind, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Schutzvorschriften erlassen.
Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden, aber nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung? Dann sollten Sie spätestens jetzt über eine Baufinanzierung nachdenken. Doch nehmen Sie sich die Zeit, in aller Ruhe die 