Basket-Zertifikate
Kapitalanlage in einer Wertpapier-Vielfalt
Anleger, die sich für Basket-Zertifikate entscheiden, sind nicht von der Kursentwicklung eines einzelnen Basiswerts abhängig. Sie investieren vielmehr in eine Auswahl verschiedener Werte, die durch unterschiedliche Entwicklungen Kursverluste einzelner Werte abfangen können. Wir empfehlen dieses Investment für sicherheitsorientierte Anleger.
Charakteristik der Basket-Zertifikate
Die Anlage in Zertifikaten kann in unterschiedlicher Ausprägung bezüglich der möglichen Rendite, aber auch des Risikos erfolgen. Um der Anlagestrategie verschiedener Anleger gerecht zu werden, bietet der Kapitalmarkt eine große Auswahl an verschiedenen Zertifikaten an, darunter
- Garantiezertifikate,
- Hebel-Zertifikate,
- Basket-Zertifikate,
- Airbag-Zertifikate,
- Bonus-Zertifikate.
Selten führen Zertifikate zum Totalverlust des angelegten Kapitals, dennoch besteht die Gefahr, den ursprünglichen Anlagebetrag aufgrund negativer Kursentwicklungen nicht in voller Höhe zurück zu erhalten. Wird ein sicherheitsorientiertes Zertifikat gewählt, so können selbst bei allgemein schlechten Kursentwicklungen noch Renditen erzielt werden.
Eine Form der sicherheitsorientierten Zertifikate sind Basket-Zertifikate, da Kursverluste einzelner Werte durch Renditen anderer aufgefangen werden können. Bei diesen Zertifikaten handelt es sich um eine Auswahl an Aktienwerten, die den Zertifikaten als Basis zugrunde liegen. Insofern hat diese Anlageform eine große Ähnlichkeit mit Aktienfonds. Anders aber als bei Aktienfonds weiß der Anleger, in welche Aktien er investiert. Er entscheidet sich beim Kauf der Zertifikate für eine festgelegte Wertpapier-Auswahl, die sich während der Laufzeit nicht grundlegend verändert. Veränderungen sind nur durch die gewählte Zusammensetzung des Baskets möglich. Soll ein Wertpapierkorb zum Beispiel immer die erfolgreichsten Werte der Versicherungswirtschaft enthalten, so ändert sich die Zusammensetzung der Auswahl durch die Entwicklungen der Versicherungswerte an der Börse. In diesem Fall spricht man von einem aktiven Basket.
Basket-Zertifikate und Renditechancen
Typische Basket-Zertifikate werden für Investment-Auswahlen angeboten, die einen sachlichen Zusammenhang haben oder einer vergleichbaren Strategie folgen. So sind zum Beispiel Körbe denkbar, die ausschließlich Aktien einer Branche oder einer bestimmten Region enthalten. Je nach Auswahl der Zusammensetzung muss die Anlage nicht ausschließlich Rendite orientiert erfolgen, es sei denn, von einer Branche oder einer Region wird ein starkes Wachstum erwartet. Anders verhält es sich, wenn ein Basket in seiner Zusammensetzung einer Rendite orientierten Strategie folgt. In diesem Fall können Investitionen in diese Zertifikats-Form hohe Renditen mit sich bringen. Gleichzeitig kann ein solcher Basket aber auch stärker risikobehaftet sein, als andere Zusammensetzungen, und zwar immer dann, wenn alle Basiswerte einem negativen Trend folgen. Da eine solche Entwicklung der Investment-Auswahl aber eher selten ist, sind die Zertifikate als relativ sicher einzustufen. In der Regel kommt es nur bei einzelnen Basiswerten zu Kursverlusten, während andere einen deutlich positiven Trend zeigen.
Grundsätzlich sind Emittenten, die Basket-Zertifikate auflegen, bestrebt, die Benchmark eines vergleichbaren Fonds oder Indexes zu übersteigen. Am ehesten bieten aktive Baskets die Möglichkeit für ein derart erfolgsorientiertes Handeln der Emittenten, denn sie werden in der Zusammenstellung des Baskets immer den erfolgreichsten Basiswerten folgen. Insofern können Anleger grundsätzlich von gesunden Renditechancen ausgehen. Die Rendite ist zudem abhängig von der Laufzeit und der vereinbarten Beteiligung.
Für welche Anleger lohnen sich Basket-Zertifikate?
Grundsätzlich sind Basket-Zertifikate für Anleger geeignet, die Wert auf eine sichere Kapitalanlage bei gesunden Rendite-Chancen legen, aber dennoch Einfluss darauf nehmen möchten, in welche Basiswerte ihr Kapital einfließt. Häufig haben Anleger eine besondere Vorliebe für spezielle Branchen oder eine bestimmte Region. Die Motivation kann dabei unterschiedliche Ursachen haben. Häufig ist es aber eine bestimmte Erwartungshaltung bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung des gewählten Baskets. Das Risiko, das mit dem Kauf einzelner Wertpapiere verbunden wäre, und die Abhängigkeit von diesen Werten werden durch die Zusammensetzung des Baskets und die damit einhergehende Streuung der Kapitalanlage reduziert.
Anleger, die wenig Zeit und Geld in die Auswahl einzelner Wertpapiere investieren wollen oder können, bevorzugen häufig Basket-Zertifikate, da diese eine kurzfristige Investition ohne detaillierte Branchenkenntnisse ermöglichen. Gleichzeitig profitieren Anleger von der Professionalität und den Kenntnissen der Emittenten. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Wertpapieren und die Beachtung der Kursentwicklung sind während der Laufzeit der Zertifikate nicht möglich, aber auch nicht notwendig. Insofern überlässt der Anleger die Entwicklung seines Kapitals dem erfolgsorientierten Emittenten der Zertifikate, ohne auf eine Einflussnahme bezüglich der Anlagestrategie zu verzichten. Er entscheidet mit der Auswahl des Baskets auch darüber, wie viele Werte darin enthalten sind. Grundsätzlich enthält der Korb zwischen vier und zwanzig verschiedenen Wertpapieren.
Weitere Informationen
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- Bonus Zertifikate(nächster Artikel)