Anlagestrategie
Passende Portfoliostrategie für 2012 wählen
Sicherheit bestimmt die Anlagestrategie 2012
Welches ist die sinnvollste Anlagestrategie im Jahr 2012? Nach der Banken- und Finanzkrise, der Griechenland-Krise sowie der Euro-Schuldenkrise rätseln Anleger, mit welchen Anlageformen eine möglichst "sichere" Rendite zu erzielen ist. Bislang galt die Investition in Staatsanleihen von Ländern bester Bonität als sicherer Hafen. Seit den Abstufungen durch die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor`s und den Zinsaufschlägen für spanische und italienische Staatspapiere gelten andere Gesetze.
Inzwischen bietet eine Anlage in Unternehmensanleihen im Vergleich zu den Schuldverschreibungen mancher Staaten eine höhere Sicherheit. Dies scheint beim Blick auf die Bonitätsnoten einiger Unternehmen zweifelhaft. Mitunter lauten die Bewertungen auf BBB- und damit etliche Stufen unter dem Spitzenwert AAA. Allerdings weisen die Firmen in aller Regel eine gesunde Bilanz mit einer geringen Verschuldungsquote auf. Davon können vor allem die entwickelten Volkswirtschaften der USA, Japans oder Englands nur träumen. Trotz allem erhalten Sparer für Staatsanleihen der USA oder auch Deutschlands Renditen unterhalb der Inflationsrate.
Insofern empfehlen Kapitalmarktexperten Unternehmensanleihen an Stelle von Staatspapieren. Um auch hier die Risiken der Geldanlage zu streuen, bietet sich die Investition in spezielle Anleihenfonds an. Wer etwas ein wenig gewagter mag, setzt auf Hochzinsanleihen.
Zinserhöhungen wegen höherer Inflationsraten 2012?
Steigende Zinsen sind Gift für die Aktienmärkte. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken in den USA und Europa dürfte über kurz oder lang den Weg in die Realwirtschaft finden und damit zu einem Anstieg der Inflation führen. Bereits im vergangenen Jahr wurden für die Euro-Zone Werte oberhalb der Zielmarke von 2,0 Prozent gemeldet. Die Erhöhung des Referenzzinssatzes durch durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist jedoch von der Wirtschaftslage abhängig. Die meisten Analysten rechnen mit einem Rezessionsszenario. Demnach soll die Wirtschaftsleistung in 2012 in der Euro-Zone im Vergleich zum Vorjahr leicht sinken.
Höhere Zinsen würden den Abwärtstrend der Konjunktur jedoch verschärfen. Eine andere Gefahr geht von der Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone aus. Sollten die Probleme rund um die Schulden Griechenlands nicht zufriedenstellend gelöst werden und weitere Euro-Länder (Spanien, Italien) in den Sog der Staatsverschuldung geraten, könnte dies die Konjunktur und damit die Unternehmensgewinne massiv belasten. Daher droht z.B. für die Experten der DZ Bank beim DAX sogar ein Kursrutsch auf 4.000 Punkte, wenn alle Bemühungen einer Einigung scheitern. Im Gegenzug sorgt die momentane Wirtschaftslage dafür, dass das Inflationsgespenst in 2012 nicht allzu wahrscheinlich ist.
Eine sinnvolle Anlagestrategie für 2012 sollte das Krisenszenario im Euro-Raum, die Gefahren eines Inflationsanstiegs und die Möglichkeit weiterer Staatspleiten berücksichtigen. Es bieten sich daher zur Risikostreuung sogenannte Mischfonds an, die sowohl in Geld-, Anleihen- und Aktienmärkten investieren können. Idealerweise sollte das Anlageuniversum der Mischfonds nicht auf einzelne Währungsräume beschränkt sein. Einige dieser Fonds investieren zusätzlich in Sachwerte, d.h. der Fonds enthält Edelmetalle wie Gold und Silber und Immobilien.
Anlagestrategie 2012: Was ist mit Gold und Silber?
Edelmetalle bieten Schutz vor Inflation. Egal, welche Währung auch gilt und wie hoch die Verschuldung der Staaten noch getrieben wird, für Gold oder Silber erhalten Investoren stets einen Gegenwert. Die steigenden Inflationserwartungen haben in den letzen Jahren bereits zu einem deutlichen Aufwärtstrend beim Goldpreis geführt. Ängstliche Anleger, die Angst vor einer Währungsreform haben und sich um die Stabilität des Papiergeldes sorgen, liegen mit der Anlage in Gold richtig. Denn: Gold kann nicht pleite gehen. Zudem sinkt die Goldproduktion, und es wir immer schwieriger, das wertvolle Metall zu gewinnen.
Auf der anderen Seite bringt Gold keine feste jährliche Rendite. Anleger hoffen auf steigende Preise. Zudem sind die Kosten für den Kauf physischen Goldes für Verwahrung und Versicherung relativ hoch. Angesichts der enormen Preissteigerungen gehen Kritiker bereits von deutlichen Rückgängen beim Goldpreis aus. Der Markt sei heißgelaufen, viele professionelle Anleger hätten die hohen Preise genutzt, um auf Termin zu verkaufen.
Die Anlagestrategie 2012 für Edelmetalle könnte daher lauten: abwarten. Wer dennoch die Chancen nicht verpassen möchte, könnte sich mit einem monatlichen Sparplan in einem Goldfonds einkaufen.
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