Alterseinkünftegesetz

Besteuerung und Förderung der Rente

Das Alterseinkünftegesetz regelt die Besteuerung und Förderung der Altersvorsorge seit 2005. Kernpunkte sind die Einführung des 3-Schichten-Modells, der nachgelagerten Besteuerung von Renten sowie der steuerlichen Förderung der Altersvorsorge. Mit dem Alterseinkünftegesetz wurde ein Vorgabe des Verfassungsgerichts umgesetzt. Seitdem werden gesetzliche Renten und Beamtenpensionen gleich besteuert.

Das Alterseinkünftegesetz würde von der Rürup-Kommission erarbeitet. Zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen wurde bis zum Jahr 2040 eine Übergangsregelung festgesetzt. Im Alterseinkünftegesetz ist eine Frist für den Sonderausgabenabzug der Beiträge und eine Frist für die nachgelagerte Besteuerung der Renten enthalten.

Kernpunkte des Alterseinkünftegesetzes

Die Vorsorgeformen der Altersvorsorge werden im Rahmen des 3-Schichten-Modells einer Schicht zugeordnet. Dabei wird zwischen folgenden Schichten unterschieden:

  • Basisversorgung (Schicht 1),
  • Kapitalgedeckte Zusatzversorgung (Schicht 2) und
  • Kapitalanlageprodukte (Schicht 3).

Für Produkte der Schicht 1 und 2 gelten die Steuerfreistellung der Beiträge und die nachgelagerte Besteuerung der Rentenleistungen. Allerdings gelten sowohl bei der steuerlichen Förderung als auch der Besteuerung Übergangsfristen bis 2025 bzw. 2040.

Dies bedeutet, dass Beiträge für die Basis-Rente jedes Jahr mit einem höheren Anteil steuerlich geltend gemacht werden können. Der maximale Wert von 20.000 Euro pro Jahr für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete kann ab 2025 angesetzt werden. Zum Startzeitpunkt 2005 konnten davon 60 Prozent geltend gemacht werden. Der Wert wird jedes Jahr um zwei Prozentpunkte angehoben.

Ebenso verhält es sich mit der nachgelagerten Besteuerung der Altersrenten. Allerdings gilt hier eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2040. Beginnend mit einem Besteuerungsanteil von 50 Prozent im Jahr 2005 steigt der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente jedes Jahr um zwei Prozent an bis zum Jahr 2020. Danach wird der Anteil bis 2040 jedes Jahr um einen Prozent angehoben, so dass im Jahr 2040 die Rente voll versteuert werden muss.

Für jeden Rentner gilt der Steuersatz im Jahr des ersten Rentenbezugs ein Leben lang.

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Alterseinkünftegesetz und Lebensversicherung

Kapital-Lebensversicherungen sind seit 2005 nicht mehr steuerlich bevorteilt. Auszahlungen müssen seitdem ebenfalls versteuert werden. Bei Verträgen, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, müssen 50 Prozent der Erträge versteuert werden, wenn die Mindestlaufzeit von 12 Jahren eingehalten wurde und die Auszahlung erst mit Vollendung des 60. Lebensjahres stattfindet.

Werden diese Bedingungen nicht eingehalten, so sind die Erträge sogar voll steuerpflichtig.

Eine andere Regelung gilt bei Verrentung des Kapitals. Dann wird der reduzierte Ertragsanteil angewandt. So gilt für Rentenleistungen ab dem 65. Lebensjahr ein verminderter Ertragsanteil von 18 Prozent, der mit dem individuellen Steuersatz belegt wird.

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