Abwertung

Internationale Wettbewerbsfähigkeit durch stabile Devisenmärkte

Die Abwertung einer Währung innerhalb der internationalen Devisenmärkte führt in der Regel zu günstigen Exportbedingungen des betreffenden Landes.

Abwertung beeinflusst Wechselkurs und Devisenmarkt

Reduziert sich der Wert einer Währung im Vergleich zu anderen Währungen, ist von einer Abwertung die Rede. Innerhalb des internationalen Zahlungs- und Handelsverkehrs profitiert das jeweilige Land mit seiner Exportwirtschaft, da die ausgeführten Waren in anderen Devisenländern günstiger verkauft werden können. Parallel dazu wird die Importwirtschaft negativ beeinflusst, da eingeführte Güter aus anderen Währungsräumen teurer bezahlt werden müssen. Meist wirkt sich diese Entwicklung ungünstig auf die Preisstabilität des Landes aus, dessen Wechselkurs abgewertet wurde. Dieser drückt den Preis einer Währung aus, den anderen Länder in ihrer Währung dafür zahlen müssen.

Der internationale Devisenmarkt bestimmt somit die Entwicklung innerhalb der Währungszonen. Da der Wechselkurs Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit einer Währungszone nimmt, kommt ihm eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion zu. Unternehmen und Kapitalanleger, die an den internationalen Märkten agieren, sind durch eine Abwertung des Wechselkurses mit besonderen Kursunsicherheiten konfrontiert, die unkalkulierbar sind und Verlustrisiken erhöhen.

Abwertung: Wechselkurs bestimmt über Ertragschancen

Der Preis einer Währung, der in einer anderen Währung dafür bezahlt werden muss, drückt sich im Wechselkurs aus. Kommt es zu einer Abwertung, wirken sich die daraus resultierenden Wechselkursänderungen direkt auf die Import- und Exportwirtschaft des betreffenden Landes aus. Wird eine Währung abgewertet, verändert sich somit das Tauschverhältnis von wenigstens zwei Währungen. Wird beispielsweise der Euro abgewertet, müssen für einen Dollar mehr Euro als bisher gezahlt werden. Der umgekehrte Effekt entsteht, wenn eine Währungseinheit gegenüber einer anderen Währung aufgewertet wird.

Oft wird eine Abwertung auch als ein wirkungsvolles Mittel der Währungspolitik eingesetzt. Steigt der Wert einer ausländischen Währung, verändern sich automatisch die Kapital- und Warenströme auf dem internationalen Markt. Verbunden damit ist auch immer die Bonität einer Währungszone, die durch Rating Agenturen bewertet wird. Die drei großen Agenturen der Branche, Moody´s, Standard & Poor´s wie auch Fitch beeinflussen durch ihre Einstufungen so die internationalen Märkte.

Abwertung: Kreditwürdigkeit auf dem Prüfstand

Rating-Agenturen nehmen mit einer Abwertung von Unternehmen, Finanzprodukten und Staaten enorm Einfluss auf die Entwicklung der Märkte. Spezielle Noten der Rating-Agenturen sollen Kapitalanlegern Orientierungshilfen geben, wenn es um Investitionen geht. Buchstabencodes dienen als Einstufungsinstrumente, zu denen die Bestnote, auch Triple-A genannt, gehört. Weiter spezifiziert werden die Benotungen durch Plus- und Minuszeichen, wobei ab der Bewertungsstufe BB+ ein spekulativer Bereich beginnt, der mit Verlustrisiken versehen ist. Als nicht mehr kreditwürdig und komplett zahlungsunfähig gilt ein Schuldner immer dann, wenn die Abwertung D lautet.

Einmal abgewertet wird es für einen Staat, ein Finanzprodukt oder ein Unternehmen schwierig, sich am Kapitalmarkt Geld zu leihen. Meist müssen ungünstige Konditionen für Kredite in Kauf genommen werden. Eine allgemeingültige Aussage darüber, wie sich ein prozentuales Abstufen auf die Vergabe von Darlehen auswirkt, kann aber nicht gemacht werden, da eine Vielfalt an Faktoren die Märkte beeinflusst.

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