Absolute Return-Fonds
Stabile Fondsanlagen mit hohen Renditechancen
Absolute Return-Fonds - Definition und Funktionsweise
Das Angebot an Fondsanlagen, wie es Finanzmakler und Banken ihren Kunden unterbreiten, ist vielseitig und enthält die unterschiedlichsten Investment-Angebote, wie
- Hedgefonds,
- Absolute Return-Fonds,
- Garantiefonds,
- Derivate.
Auf den ersten Blick erscheint der Begriff Absolute Return-Fonds verwirrend, zumal diese Anlageform auch unter der Bezeichnung Totale Return-Fonds angeboten wird und damit zunächst suggeriert, der Anleger würde in jedem Fall seine Einlage zurück erhalten. Absolut ist jedoch bei dieser noch relativ jungen Anlageform am Finanzmarkt nicht etwa eine Rückzahlungsgarantie, sondern das Renditestreben. Diese Fonds sind so ausgelegt, dass sie auch dann eine hohe Rendite versprechen, wenn die allgemeine Marktlage eher schlecht ist und andere Fonds kaum Gewinnmöglichkeiten bieten. Es liegt in der Natur dieser Fonds, dass die Rendite nach spätestens drei Jahren erreicht und höher sein soll, als der durchschnittliche Geldmarkt-Zinssatz. Gleichzeitig kombiniert man die Anlage mit einem aktiven Risikomanagement und dem Ziel des Kapitalerhalts oder der Verlustvermeidung. Insofern sind diese Fonds also doch auf eine absolute Rückzahlung ausgelegt.
Die Anlagen erfolgen auf den verschiedenen Märkten, es kann sich um einfache Aktienfonds handeln, aber auch um kompliziertere Investments oder Derivate. Grundsätzlich wird nicht in risikofreudigen Anlagen investiert. Man verzichtet auf eine Benchmark und bevorzugt Fonds mit besonderen Absicherungen der enthaltenen Wertpapiere. Dennoch lässt sich auch diese Anlage nicht ganz dem Risiko der Märkte entziehen.
Absolute Return-Fonds - Renditechancen
Grundsätzlich haben Absolute Return-Fonds eine hohe Rendite zum Ziel, sollen aber dabei den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verlieren. Renditeziele, die sich zwischen einem und fünf Prozent oberhalb des allgemeinen Geldmarktzinses bewegen, sind dabei durchaus realistisch. Den größten Erfolg versprechen Multi-Strategy-Fonds, die in allen Märkten aktiv und sehr beweglich sind. Dabei werden auch kurzfristige Verluste in Kauf genommen, die sich über die Laufzeit ausgleichen. Anlagen erfolgen in Geldmarktprodukten, Aktien oder Anleihen. Auch Derivate fließen in Multi-Strategy-Fonds ein und können auch bei einem allgemeinen Trend zu fallenden Kursen wiederum Gewinne erzielen. Renditen von bis zu 7 Prozent oder gelegentlich sogar mehr können mit dieser Anlagestrategie erreicht werden.
Einige Absolute Return-Fonds spezialisieren sich auf besonders wachstumsstarke Branchen und konzentrieren sich auf Aktien aus dem Maschinenbau, der Versorgungswirtschaft oder der Ölbranche, investieren in Immobilien oder greifen auf Anleihen zurück. In jedem Fall kombinieren die Fondsgesellschaften ihre Anlagestrategie zwischenzeitlich mit Derivaten, um marktschwache Zeiten zu überbrücken. Fondsgesellschaften, die eine derart spezialisierte Anlageform verfolgen, konnten zeitweilig Renditen von mehr als 17 Prozent erwirtschaften. Wichtig für die Rendite-Entwicklung, aber auch die Sicherheit eines totalen Return-Fonds ist immer die Anlagepolitik der Fondsgesellschaft. Ein allzu einseitiges oder waghalsiges Investment kann über die Laufzeit aber auch zu niedrigen Renditen oder sogar zu Verlusten führen.
Absolute Return-Fonds - Risiken
Fondsgesellschaften, die Absolute Return-Fonds anbieten, verfolgen ihre Ziele mit unterschiedlichen Strategien und kalkulierbaren Risiken. Eine Garantie für Rückzahlung der Anlagebeträge oder gar die Höhe der Rendite gibt es jedoch nicht. Regelmäßig zeigen Tests der verschiedenen Angebote, dass lediglich die Hälfte der untersuchten Fonds die vorgegebenen Rendite-Ziele erreicht und so manche Fondsgesellschaften die Versprechen, die sie ihren Anlegern gegeben haben, nicht einhalten können. In einigen der totalen Return-Fonds mussten Anleger sogar Verluste hinnehmen. Anleger sollten sich vor der Auswahl einer Fondsgesellschaft daher unbedingt die Anlagestrategie des Unternehmens ansehen. Eine allzu sichere und somit sehr vorsichtige Anlage lässt keine hohen Renditen erwarten und kann dennoch zu Verlusten führen, wenn das Fondskapital zu einseitig angelegt wird. Eine Fondsgesellschaft, die ein riskantes Portfolio bevorzugt, kann zwar hohe Renditen erwirtschaften, geht jedoch auch ein hohes Verlustrisiko ein.
Der Finanz- und Investmentmarkt lässt intelligente Kombinationen für Absolute Return-Fonds zu, die ein kalkulierbares Risiko enthalten, um sichere und damit weniger renditestarke Investments zu stützen. Die Einbeziehung von Derivaten in diesen Fonds ist erst seit wenigen Jahren zulässig und kann kurzfristige Marktschwächen durchaus überbrücken, denn auch in diesem Bereich gibt es mehr oder weniger sichere Strategien, die nicht gleich zu einem erhöhten Risiko führen müssen.
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