Ablaufleistung

Ablaufleistung bei Lebensversicherungen

Versicherungsnehmer erhalten am Ende ihrer Laufzeit die Ablaufleistung ausgezahlt. Wir erklären Ihnen, wie sich die Summe dieser Leistung zusammensetzt.

Grundlagen zur Ablaufleistung

Aufgrund tief greifender Veränderungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung hat die Bedeutung der privaten Vorsorge stetig zugenommen. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich deshalb dafür, für die Absicherung des Alters eine private Lebensversicherung abzuschließen. Um hierbei möglichst einen Anbieter mit günstigen Konditionen zu finden, ist es empfehlenswert, die Leistungen der einzelnen Versicherungen zu vergleichen.

Von besonderer Bedeutung sollte hierbei vor allem die Ablaufleistung sein, da diese dem Betrag entspricht, den der Versicherungsnehmer am Ende seiner Laufzeit ausgezahlt bekommt. Dabei gilt zu beachten, dass die Höhe dieser Leistung von mindestens zwei Faktoren abhängt. Dies sind:

  • die vertragliche garantierte Versicherungssumme,
  • die nicht garantierte Gewinnbeteiligung.

Somit ist festzustellen, dass die Höhe der Ablaufleistung variieren kann und der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss nicht weiß, welche Summe er bei Vertragsende ausgezahlt bekommt. Aufgrund dieser Ungewissheit empfiehlt es sich, die Leistungsfähigkeit der Versicherungen miteinander zu vergleichen und sich bewusst für eine leistungsfähige Gesellschaft zu entscheiden.

Die Versicherungssumme als Bestandteil der Ablaufleistung

Wie bereits erwähnt, setzt sich der Ablaufleistung aus der Versicherungssumme und den Überschussbeteiligungen zusammen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Versicherungsnehmer rechtlich nur einen garantierten Anspruch auf die garantierte Versicherungssumme hat. Die Höhe dieser Summe ist vertraglich vereinbart und berechnet sich auf der Grundlage der Sparbeiträge sowie der zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses geltenden Mindestverzinsung.

In diesem Zusammenhang ist jedoch unbedingt darauf hinzuweisen, dass der Sparbeitrag nicht den eingezahlten Beitrag entspricht, sondern um die Betriebs- und Verwaltungskosten sowie die Kosten für die gegebenenfalls versicherten Risiken reduziert werden muss. Da der Anteil dieser Kosten bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften zum Teil stark variieren kann, ist es möglich, dass die garantierte Ablaufleistung bei einem gleich hohen Beitrag sowie einer einheitlichen Mindestverzinsung erheblich abweichen kann.

Noch größere Unterschiede bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften sind jedoch bei den Gewinnbeteiligungen denkbar. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die verschiedenen Versicherungsvorschläge genau zu vergleichen.

Der variable Teil der Ablaufleistung

Versicherungsnehmer verfolgen mit einer Lebensversicherung das Ziel, das angesparte Kapital möglichst gut zu verzinsen. Die Höhe dieser Verzinsung setzt sich dabei neben dem Garantiezins aus der Gewinnbeteiligung zusammen. Dabei ist Gewinnbeteiligung vor allem bei langfristigen Verträgen von besonderer Bedeutung, da sie die Höhe der tatsächlichen Ablaufleistung im direkten Vergleich zu der garantierten Leistung mehr als verdoppeln kann.

Da die Gewinnbeteiligung den variablen, also nicht garantierten Teil der Ablaufleistung darstellt, gestaltet sich ein Vergleich der verschiedenen Angebote der unterschiedlichen Gesellschaften zum Teil recht schwierig. Zwar ist ein Vergleich der Vorschläge aufgrund der berechneten Daten theoretisch möglich, er sollte jedoch nicht die alleinige Entscheidungsgrundlage sein. Vielmehr ist es sinnvoll, die Leistungsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften in der Vergangenheit zu überprüfen und miteinander zu vergleichen. Auf der Grundlage dieses Vergleichs gestaltet es sich in der Regel einfacher, Versicherungen richtig einzuschätzen und ein passendes Angebot für eine Lebensversicherung auszuwählen.

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