Abgeltungssteuer 2009
Zinssteuer von 25 Prozent gilt ab 2009
Für Anleger gilt seit 2009 der Steuerabzug auf Kapitalerträge, die Abgeltungssteuer. Die Abgeltungssteuer betrifft die Besteuerung von Kapitalerträgen aus Aktien, Investmentfonds, Zertifikaten und festverzinslichen Wertpapieren. Nun müssen Anleger 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abführen.
Wie zeigen Ihnen, wie sich die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge auswirkt und bieten Ihnen die häufigsten Fragen und Antworten zur Abgeltungssteuer.
Regelungen der Abgeltungssteuer
Seit 2009 müssen alle Zinsen, Dividenden und Kursgewinne aus Aktien- und Fondskäufen pauschal mit 25 Prozent versteuert werden. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer kommen noch hinzu. Dies addiert sich auf insgesamt 28 Prozent. Mit Einführung der Abgeltungssteuer werden gleichzeitig die Spekulationsfrist, das Halbeinkünfteverfahren und die abzugsfähigen Werbungskosten abgeschafft.
Jahrelang hatten die Finanzpolitiker um die Einführung der Abgeltungsteuer gerungen. Seit 2002 tauchte sie immer wieder auf der politischen Agenda auf. Mal war die SPD dafür, die CDU dagegen, dann wieder war es umgekehrt. Auch der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) unterstützte die geplante Steuer im Grundsatz. Jetzt allerdings sagt deren Vertreter Andreas Fink: "So hatten wir sie uns nicht vorgestellt." Was Fink anprangert, ist die Höhe von 25 Prozent, die im internationalen Vergleich zu hoch sei.
Ein Blick über die Grenze zeigt, dass auch in anderen Ländern eine Abgeltungssteuer erhoben wird. Allerdings verlangt der Fiskus in Italien, Frankreich, Spanien und den USA lediglich 15 bis 20 Prozent. In Österreich werden Kursgewinne generell nicht besteuert, sondern lediglich Zinsen und Dividenden. Auch in der Schweiz, in Belgien und in den Niederlanden sind Kursgewinne für Privatanleger steuerfrei. In Luxemburg ebenfalls, jedenfalls sofern sie länger als ein halbes Jahr gehalten werden.
Ob die Abgeltungssteuer tatsächlich zu einer Vereinfachung der Kapitalanlage führt, bleibt abzuwarten. Viele (Klein-)Sparer werden vor allem der entgangenen Rendite hinter her trauern. Nachfolgend erhalten Sie die wichigsten Informationen zur Abgeltungssteuer sowie die häufigsten Fragen und Antworten.
- Seite 1: Abgeltungssteuer ab 2009
- Seite 2: Wen trifft die Abgeltungssteuer?
- Seite 3: Abgeltungssteuer als Risiko
- Seite 4: Abgeltungssteuer auf Aktien und Investmentfonds
- Seite 5: Abgeltungssteuer auf Anleihen, Sparbriefe, Zinspapiere
- Seite 6: Abgeltungssteuer auf Fondssparpläne
- Seite 7: Abgeltungssteuer auf Zertifikate
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- Seite 9: Abgeltungssteuer auf Lebens- und Rentenversicherungen
- Seite 10: Abgeltungssteuer auf Rürup- und Riester-Rente
- Seite 11: Verlustverrechnung und die Abgeltungssteuer
- Seite 12: Fazit zur Abgeltungssteuer
- Seite 13: Fragen und Antworten (FAQ) zur Abgeltungssteuer