Investmentfonds
Investmentfonds bieten dem Anleger einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu Anlagen in Wertpapieren und Immobilien. Dabei müssen Sie aber auch die Risiken kennen und richtig einschätzen können.
Bevor man eine Anlageentscheidung trifft, ist man mit einer Reihe von Fragen konfrontiert: Einen renditenstarken Aktienfonds oder doch lieber einen sicheren Rentenfonds? Warum nicht eine Mischung aus beiden? Oder doch lieber eine Investition in Sachwerten mit einem Immobilienfonds. Der Fondsmarkt bietet dafür verschiedenste Möglichkeiten.
Die Idee des Investmentfonds
Das Fondsprinzip ist recht simpel: Die Anleger zahlen ihr Geld in einen Topf ein und erhalten dafür eine entsprechende Anzahl Anteile am gesamten Fondsvermögens. Auf diese Weise kommen in der Regel einige Millionen Euro zusammen. Dies ist das Fondsvermögen. Jeder Anleger ist zu gleichen Teilen am Erfolg des Investmentfonds beteiligt, ein Großanleger erhält also die gleiche Rendite wie ein Kleinanleger.
Die Verwaltung des Fonds wird in die Hände von Fachleuten gelegt, den sogenannten Fondsmanager. Je nach Ausrichtung des Fonds investiert er in Aktien, Anleihen oder auch Immobilien. Dabei verteilt er das Anlagevermögen auf möglichst viele verschiedene Werte - das Geld wird breit gestreut.
Durch die Mischung von vielen verschiedenen Werten wird das Verlustrisiko möglichst klein gehalten. Hier liegt auch der große Vorteil eines Investmentfonds gegenüber einer Einzelanlage. Je breiter der Fondsmanager das Geld anlegt, desto höher ist die Chance, dass die Kursverluste einzelner Titel durch die Gewinne der anderen abgefedert werden. Bei einer Einzelanlage ist man auf Gedeih und Verderb an die Kursentwicklung einer einzelnen Aktie gebunden.
Vorteile und Chancen durch einen Fonds-Sparplan
Neben der Risikostreuung ist ein weiterer Vorteil von Investmentfonds ihre Flexibilität. Der Anleger kann seine Fonds an jedem Börsentag ganz oder teilweise zurückgeben. Die Fondsgesellschaften sind gesetzlich zur Rücknahme der Fondsanteile verpflichtet. Aus diesem Grund halten Fonds auch zu jeder Zeit einen gewissen Teil der Gelder als Barbestand, um die Rücknahme der Anteile abwickeln zu können.
Weiterer großer Pluspunkt einer Anlage in Investmentfonds ist die Bequemlichkeit. Ein Fondsmanager verwaltet ihren Anteil und hat für Sie ein Auge auf die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei sogenannten thesaurierenden Fonds kümmert er sich auch um die Wiederanlage ihrer Erträge.
Über die Arbeit der Fondsmanager wacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen. Sie überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und verfolgt die Anlagepolitik des Fonds. Es dürfen z.B. maximal 10 % des Anlagevermögens in Wertpapiere eines Emittenten angelegt werden.
Für die Sicherheit der eingezahlten Gelder ist gesorgt. Mit einer Reihe gesetzlicher Regelungen und Vorschriften hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass das Kapital der Fondskunden vor Manipulationen und Veruntreuung geschützt ist. Fondsgesellschaften unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) und müssen sich an das Gesetz über die Kapitalanlagegesellschaften (KAGG).
In diesem ist geregelt, dass Fondsgesellschaften die Gelder ihrer Kunden strikt von den eigenen trennen müssen. So wird das Geld von einer externen Depotbank verwahrt, wobei die Depotbank rechtlich und personell unabhängig von der Fondsgesellschaft sein muss. Die Depotbank ermittelt täglich den Rückgabepreis der Fondsanteile und wickelt auch die Rückgabe ab.
Der Rückgabepreis ergibt sich aus dem Wert aller Wertpapiere im Fondsvermögen, dividiert durch die Zahl der ausgegebenen Anteile.
Kosten der Anlage in Investmentfonds
Die Kosten beim Erwerb von Investmentfonds setzten sich aus drei Teilen zusammen: dem Ausgabeaufschlag, den Managementgebühren und den Depotkosten.
Der Ausgabeaufschlag ist sozuasagen der Einstiegspreis beim Fondskauf. Je nach Art des Fonds kann dieser in der Höhe variieren. Er liegt meist bei 3 bis 5 Prozent.
Die Managementgebühr wird für die Verwaltung des Fonds fällig.
Die Fondsanteilsscheine werden meist auf einem Depot verwahrt. Dafür fallen Kosten an, die Bank rechnet die Depotkosten einmal jährlich ab. Jedoch handelt es sich bei den Depotkosten um einen recht geringen Betrag.