Rente mit 60: Was die FDP fordert

05.11.09
cecu.de

Vorstoß in der Rentenpolitik: Die FDP will die Ende 2009 auslaufende Altersteilzeit durch die Rente mit 60 ersetzen. Dies verärgert den Koalitionspartner CDU/CSU. Die FDP will, dass Arbeitnehmer früher in Rente gehen und mehr hinzuverdienen dürfen.

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Von wegen Sozialabbau: Die FDP kommt mit einem neuen Vorschlag zur Rentenpolitik an den Tag. Die Liberalen wollen, dass Angestellte bereits mit 60 in Rente gehen dürfen. Allerdings muss man dies mit deutlichen Rentenabschlägen bezahlen und darf nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein. Gleichzeitig werden die Hinzuverdienstgrenzen angehoben, d.h. im Rentenalter soll jeder soviel hinzuverdienen dürfen, wie er oder sie möchte.

Die Liberalen erhoffen sich eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, so dass das tatsächliche Renteneintrittsalter mit dem gesetzlich gewünschten Alter übereinstimmt. Bisher können Angestellte mit 65 in Rente gehen. Ab 2012 wird diese Altersgrenze schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Bis zum Jahresende gelten noch die Regeln zur Altersteilzeit.

Der Koalitionspartner Union zeigte Verärgerung über den Vorstoß der FDP. Die Abschläge müssten so hoch ausfallen, dass die Rente mit 60 für "normale" Angestellte eine Utopie sei, so der CDU-Renten-Experte Peter Weiß.

Die FDP will davon jedoch nichts wissen und geht von einer Entlastung der Sozialkassen aus. Denn: Die Ruheständler würden auch in der Rente in die Sozialkassen einzahlen, wenn sie einer Beschäftigung nachgingen. Dieses Modell würde in Skandinavien bereits erfolgreich laufen.

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