Euro-Krise: Wie sicher sind Lebensversicherungen?

16.06.10
Euro-Krise Altersvorsorge

Unsicherheit bei Millionen von Sparern in Deutschland: Angesichts der Euro-Krise und eines gigantischen Schuldenbergs sorgen sich viele um ihre private Altersvorsorge. Wie sicher sind die Anlagen in Lebensversicherungen noch?

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Die Lebensversicherung spielt bei der Altersvorsorge der Deutschen eine große Rolle. Mehr als 90 Millionen Verträge laufen bei den über 100 Versicherern. Das angesparte Kapital geht in die Milliarden. Ein vertraglich garantierter Schutz sorgt dafür, dass das eingezahlte Kapital inklusive der Mindestverzinsung nicht verloren geht. Sollte ein Lebensversicherer seinen Verpflichtungen nicht mehr Nachkommen können, steht mit der Auffanggesellschaft Protektor ein Schutzschirm zur Verfügung.

Angesichts des Euro-Rettungsschirms sind die Anlagen der Versicherer zunächst nicht bedroht. Die Allianz betont zudem, dass auch lange Jahre mit Niedrigzinsen überstanden werden können. Dann müsse allenfalls die Überschussbeteiligung gesenkt werden. Sparer würden dann zwar keine Verluste erleiden. Eine überdurchschnittliche Verzinsung werden die Lebensversicherungen jedoch auch nicht abwerfen.

Die reale Rendite eines Sparvertrags wird eher von der künftigen Inflation abhängen. Steigen die Preissteigerungsraten schnell auf 4 bis 5 Prozent an, würde zwar die Gesamtverzinsung der Lebensversicherung steigen. Ob die Sparer nach Abzug der Inflationsrate noch ein Plus erzielen, erscheint jedoch fraglich. Daher empfehlen Vorsorgeexperten die aktienorientierte Anlage auch bei der Lebensversicherung. Nur auf diese Weise könne man der Geldentwertung sinnvoll entgegen wirken.

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