Nullrunde für Rentner in 2010: Rentengarantie greift erstmals

30.10.09
cecu.de

Die Wirtschaftskrise wird 2010 auch die Rentner in Deutschland betreffen. Erstmals wird im kommenden Jahr die Rentengarantie greifen. Aufgrund sinkender Löhne müssten die Renten eigentlich gekürzt werden. Nun bleiben die Bezüge wenigstens konstant.

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Zum ersten Mal wird in 2010 die Rentengarantie der Bundesregierung greifen. Aufgrund sinkender Löhne durch Kurzarbeit in diesem Jahr müssten die Ruhestandsbezüge der 20 Millionen Rentner in Deutschland im kommenden Jahr eigentlich reduziert werden. Um dies zu verhindern, hatte die große Koalition in diesem Jahr die sogenannte Rentengarantie beschlossen.

Der Rentenversicherungsträger wird dadurch mit mehreren Milliarden Euro zusätzlich belastet. Woher die Mittel angesichts knapper Kassen genommen werden sollen, ist noch offen. Möglicherweise droht eine Anhebung der Beitragssätze für die gesetzliche Rentenversicherung.

Die für die Berechnung der Renten maßgebliche Lohnsumme ist in diesem Jahr um 0,5 Prozent gesunken. Da die Renten an die Löhne gekoppelt sind, müssten sie eigentlich gekürzt werden. Doch durch die Rentengarantie wird dies aufgefangen. Selbst bei leicht steigenden Löhnen wird es eine Nullrunde bei den Renten geben. Denn die Aussetzung des Riester-Faktors in den letzten Jahren wird die Anpassung der Renten nach oben auch in den kommenden Jahren reduzieren.

Die Rentner werden auch in 2011 bis 2013 nur mit konstanten Renten rechnen können. Die Rentengarantie hat ihren Preis: Wenn 2010 die Lohn- und Gehaltssumme rückläufig ist, lässt sich theoretisch ein Betrag errechnen, um den die aktuellen Renten zu kürzen wären. Da die Rentengarantie besteht, darf es dazu nicht kommen. Eine Finanzierungslücke würde sich öffnen – und die Bundesregierung schließt sie, indem sie festlegt: Ab 2011 können fällige Rentenerhöhungen immer wieder halbiert werden, bis die theoretische Rentenkürzung ausgeglichen ist, die aufgrund der Rentengarantie nicht realisiert wurde.

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