Faire steuerliche Rahmenbedingungen für die Aktie schaffen

11.09.09
cecu.de

Bei der Beurteilung von Anlagemöglichkeiten muss der Anleger mindestens zwei Kriterien gegeneinander abwägen: die Rendite und das Risiko. Die Rendite einer Anlageform wird aber auch stark von den Steuern auf Kapitaleinkünfte beeinflusst. Unterschiede in der Besteuerung verschiedener Geldanlagen bestimmen deshalb mit über die Anlageentscheidung.

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Seit Anfang 2009 unterliegen alle neu getätigten Geldanlagen einer einheitlichen Abgeltungssteuer. Erträge – seien es Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne – werden beim Anleger grundsätzlich mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuert. Dieses System scheint zwar sehr einfach zu sein, stellt jedoch die Aktienanlage deutlich schlechter als zuvor. Anleger in festverzinsliche Anlagen profitieren dagegen häufig.
Da bereits die Unternehmen auf ihre Gewinne Steuern zahlen und beim Anleger noch einmal Steuern anfallen, werden alle Erträge aus Aktienanlagen faktisch mit 49 Prozent besteuert. Im Vergleich dazu beträgt die Besteuerung von festverzinslichen Anlagen 28 Prozent, da hier keine Unternehmensteuern relevant sind.

Zwar bleibt die Aktie trotz steuerlicher Diskriminierung langfristig eine renditeträchtigere Anlageform als festverzinsliche Wertpapiere, doch wird ihr Renditevorsprung kleiner. Dies schadet den Bürgern, denn Aktien sind wegen ihrer hohen Langfristrenditen trotz aller Kursschwankungen besonders gut als Baustein für den privaten Vermögensaufbau und die Altervorsorge geeignet. Sie sollten deshalb von breiten Bevölkerungsschichten stärker genutzt werden.
Die neue Bundesregierung muss deshalb dringend die Abgeltungsteuer reformieren, um die steuerliche Diskriminierung der Aktienanlage zu beseitigen, fordert das Deutsche Aktieninstitut. Kursgewinne sollten z.B. bei längerer Haltedauer wieder von der Steuer freigestellt werden. Dies würde für viele Aktienanleger die entstandenen Nachteile mindern und die private Altervorsorge stärken.

Quelle: Deutsches Aktieninstitut e.V.

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