DIW-Studie: Geringe Rente für "Babyboomer"

04.06.12
Rente aus Buchstaben

Frauen aus West-Deutschland und Männer aus Ost-Deutschland erhalten eine Altersrente, die sich auf dem Niveau der Grundsicherung bewegt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtet, erhalten Frauen der Jahrgänge 1956 bis 1965 lediglich 657 Euro an monatlicher Rente.

Für die Höhe der gesetzlichen Altersrente ist ausschlaggebend, wie lange das Arbeitsleben andauert und welches Einkommen erzielt wird. Je nach Einkommen erhalten die Versicherten Entgeltpunkte, die zu Rentenbeginn in die Altersrente umgerechnet werden. Vor allem Frauen aus West-Deutschland müssten nach einer aktuelles Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einer geringen Rente rechnen. Trotz einer höheren Beschäftigung dieses Personenkreises erwerben die Betroffenen lediglich 23,9 Rentenpunkte, wodurch sich eine aktuelle Rente von 657 Euro ergibt. 

Die Gründe für die niedrige Rente liegen in den Beschäftigungsverhältnissen, da viele Frauen nach der Schwangerschaft in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind. Über diese Erwerbsverhältnisse werden jedoch nur geringe Rentenanwartschaften erworben. 

Einbußen müssen der Studie zufolge auch Männer aus Ost-Deutschland hinnehmen. Hintergrund ist die hohe Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung im Osten. Der Rentenanspruch für die Jahrgänge 1956 bis 1965 liegt hier bei lediglich 795 Euro. Damit beträgt die Altersrente nur knapp 100 Euro als die staatliche Grundsicherung im Alter. 

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