Fannie Mae: Krise geht in die Verlängerung

Die Krise bei Fannie Mae ist noch nicht ausgestanden. Der größte US-Hypothekenfinanzierer muss weitere Milliardenlöcher vermelden. Bisher war damit gerechnet worden, dass der Finanzierer über den Berg ist. Nun reißen die schlechten Meldungen die Aktie in den Keller.
Fannie Mae kommt nicht aus den schlechten Zahlen heraus. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt sich deutlich stärker auf das Unternehmen aus, als Experten erwartet hatten. Vor allem die massiven Kreditausfälle privater Hausfinanzierer machen dem Unternehmen zu schaffen. Allein im dritten Quartal lag das Minus bei fast 20 Milliarden US-Dollar. Aus diesem Grund rutschte die Aktie um fast 10 Prozent in den Keller und notiert mit 1,01 US-Dollar kanpp über der wichtigen Ein-Dollar-Marke.
Zwar ist das Wertpapier damit noch doppelt so viel wert als noch im Juli 2009, aber von seinem Höchststand ist Fannie Mae noch meilenweit entfernt. Insgesamt hat Fannie Mae in 2009 56,8 Milliarden US-Dollar an Miesen angehäuft. Aufgrund der weiter steigenden Kreditausfälle musste der Finanzierer seine Rückstellungspositionen deutlich ausweiten.
Fannie Mae benötigt jedoch weitere Staatshilfen, um überlebensfähig zu bleiben. Nur wenn der Staat eine weitere Finanzspritze gewährt, ist Fannie Mae überhaupt in der Lage, sein Geschäft weiter zu betreiben.
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