Beim Heizungstausch großes Angebot moderner Heiztechniken

16.12.08

Der Austausch der alten Hauszentralheizung gegen eine neue will gut überlegt sein. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochtergesellschaft des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), empfiehlt, dabei nicht nur auf die Anschaffungs-, sondern auch auf die Folgekosten und den Schadstoffausstoß zu achten. Außerdem sollte die Wartung der Anlage ein Entscheidungskriterium sein.

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Traditionelle Energieträger wie Erdöl, Erdgas und auch Kohle gehören immer noch zu den am meisten eingesetzten Brennstoffen beim Heizen in Häusern und Wohnungen. Wegen der deutlich gestiegenen Preise für Öl und Gas sind jedoch andere Heizformen wie Holz, solare Energien oder Wärmepumpen im Vormarsch. Noch nie war das Angebot an unterschiedlichen Heizungstechniken so groß wie heute. Der Hausbesitzer hat die Qual der Wahl. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

Brennwerttechnik für mehr Effizienz
Mit Öl oder Gas betriebene Heizkessel, die nicht mit der modernen Brennwerttechnik arbeiten, sind technisch überholt. Doch noch immer stört sich so mancher Hausbesitzer an den etwas höheren Anschaffungskosten der Brennwerttechnik im Vergleich zu konventionellen Heizkesseln, obwohl sie den Verbrauch reduziert und sich dadurch in wenigen Jahren bezahlt macht.
Anders als bei der konventionellen Verbrennung gewinnt ein Brennwertkessel zusätzliche Energie aus der Abwärme, die beim alten Verbrennungsprozess durch den Kamin verpufft. Da beim Erdgas rund elf Prozent nutzbare Wärme im Abgas stecken (beim Erdöl rund sechs Prozent), erzielt die Brennwerttechnik einen deutlich besseren Wirkungsgrad. Erdgas ist umweltschonend, da es kaum Schwefel enthält und bei der Verbrennung relativ wenig Kohlendioxid (CO2) freisetzt. Aber es ist nicht überall aus der Fernleitung zu haben. Dann hilft Flüssiggas, das man etwa in einem Tank im Garten oder in einem unterirdischen Behältnis bevorraten kann.

Die Zusatzenergieausbeute bei Öl-Brennwertgeräten ist etwas geringer als bei Erdgas. Der Kessel ist nicht ganz so leicht zu reinigen wie ein Gaskessel. Beim Brennwertkessel ist das im Vergleich mit den Standardqualitäten etwas teurere „Heizöl EL schwefelarm“ zu empfehlen.

Wärmepumpe mit Erdsonde
Bei optimaler Einstellung ist die Wärmepumpen-Technik eine kostengünstige, bewährte und zudem umweltfreundliche Heizmethode. Bei diesem Verfahren wird mit Hilfe einer Wärme-pumpe die im Erdreich, im Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeicherte Energie als Wärmequelle genutzt. Damit wird der Bedarf für Heizung und Brauchwasser gedeckt. Das ist insbesondere dann effizient, wenn das Erdreich über eine Sonde „angezapft“ wird. Sie reicht  50 bis 120 Meter weit in die Tiefe, wo die Temperaturen ganzjährig fast unverändert bleiben.

Zentral heizen mit Pellets
Holzpellets, kleine Presslinge aus naturbelassenen Holzresten, können eine ökologische Alternative zu Öl und Gas sein. Gewicht und Energiegehalt sind genormt (DIN 51731). Dadurch ist eine vollautomatische Beheizung mit Holz möglich geworden. Die Pellets werden über eine Förderschnecke im Ofen in den Brennraum befördert und automatisch gezündet. Die integrierte Elektronik und die automatische Raumtemperaturregelung des Geräts erhöhen den  Bedienkomfort. Pelletheizungen erreichen im Vergleich zu anderen Energieträgern konkurrenzfähige Wirkungsgrade (95 Prozent), erzielen einen gleichmäßigen Heizwert und haben geringe Schadstoffemissionen. Der Ascheanteil liegt unter einem Prozent der Pelletsmasse. Die Preise der Presslinge sind niedriger als für die vergleichbare Menge Öl oder Gas, die Anschaffungskosten für den Ofen sind jedoch höher als bei anderen Energieträgern.  

Brennstoffzellen als Heizmethode noch in der Entwicklung
Brennstoffzellen können für die Versorgung von Gebäuden mit Wärme und Strom in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Sie eröffnen die außergewöhnliche Möglichkeit, mit einer einzigen Anlage neben Wärme für Heizung und Warmwasser auch elektrischen Strom zu erzeugen, der vor Ort genutzt werden kann. Ein Brennstoffzellen-Heizgerät gewinnt aus Erdgas Wasserstoff, der in der eigentlichen Brennstoffzelle mit dem Sauerstoff der Luft kontrolliert zu Wasserdampf reagiert. Dabei entstehen Strom und Wärme. Diese Technik ist allerdings voraussichtlich erst in  vier bis fünf Jahren einsetzbar.

Wüstenrot-Tipps für eine neue Hausheizung
• Nach den Ausgaben für Brennstoffe wie Öl und Gas ist der Verbrauch von Strom der   zweitgrößte Posten bei der Heizkostenabrechnung. Deshalb sind stromsparende Kessel und
-pumpen besonders wichtig.
• Durch wandhängende Gas-Brennwertkessel oder Bodenkessel im Rastermaß von Küchen und Bädern kann die Heizanlage heute auch in der Wohnung eingebaut werden und so viel leichter als im Keller erreichbar sein. 
• Moderne Heizsysteme, etwa die Brenntwerttechnik, ergänzen ihre eigene Wärmeproduktion mit Hilfe von Solarkollektoren. Dabei wird Wärme so gespeichert, dass sie sowohl für eine komfortable Warmwasserversorgung, als auch für eine ökonomisch sinnvolle Unterstützung der Heizung genutzt werden kann.
• Mit einer Solarstromanlage auf dem Dach spart man Ressourcen, schont die Umwelt und erzielt Gewinne. Die Kombination von Solarzellen (Stromerzeugung) und Kollektoren (Wassererwärmung) ist ein großer Schritt zur Unabhängigkeit von fossilen Energien.
• In Gebieten ohne Gasanschluss sind Erdwärmepumpen die optimale Lösung. Weil Erdwärme immer verfügbar ist, auch im Winter, kann diese Technik ein Haus als alleiniger Wärmeerzeuger das ganze Jahr über mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen.
• Neben der Neuanschaffung von effizienteren Wärmeerzeugern gibt es noch Energiesparmöglichkeiten, für die kein oder wenig Geld ausgegeben werden muss. Als Beispiel sind das richtige Lüften und regelmäßige Wartung durch den Heizungsmonteur zu nennen.

Dr. Rainer Christian Rudolf
Wüstenrot & Württembergische AG
Konzernentwicklung und Kommunikation
70163 Stuttgart
Wüstenrot & Württembergische – DER Vorsorge-Spezialist

Telefon: +49 711 662-4033
Fax: +49 711 662-1334

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