Deutschland als Immobilienstandort sehr attraktiv
Der Immobilienmarkt in Deutschland trotz der Finanzkrise. Die aktuelle Finanzkrise scheint den deutschen Immobilienmarkt weniger hart zu treffen. Gründe für diese Tendenz: Die Preise für Immobilien entwickeln sich seit einigen Jahren stabil und sehr gesund. Preisblasen gibt es in Deutschland nicht. Doch dies kann von Ort zu Ort ganz unterschiedlich sein. Die Region entscheidet über die Immobilienpreise. In einer aktuellen Studie der LBS zeigt sich, dass die beliebteste Wohnlösung nach wie vor das gebrauchte und freistehende Einfamilienhaus ist.
Die höchsten Preise müssen Käufer in München zahlen. Ein Einfamilienhaus in mittlerer bis guter Lage kostet dort derzeit rund 730.000 EUR - ein Plus von 10% im Vorjahresvergleich. Auf den weiteren Plätzen folgen Wiesbaden (600.000 EUR), Heidelberg (490.000 EUR); Frankfurt (470.000 EUR), Freiburg (460.000 EUR) sowie Düsseldorf und Stuttgart (mit 450.000 EUR).
Allerdings zeigt sich, dass im Vergleich zum Stadtkern vor allem Randgebiete und Umlandgemeinden der genannten Städte besonders beliebte Wohnorte sind und die Preise in diesen peripheren Lagen nicht selten über denen im Stadtgebiet liegen (Beispiele: Frankfurt, Stuttgart).
Der Wegfall der Eigenheimzulage und die wirtschaftliche Instabilität machen es vor allem Familien derzeit sehr schwer, den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen - obwohl die Preise auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau liegen. In großen und mittleren westdeutschen Städten kostet ein neues Reihenhaus nach LBS-Berechnungen rund 200.000 EUR, im Osten und Norden müssen derzeit im Schnitt nur 130.000 EUR aufgewendet werden. Nur in Süddeutschland bewegt sich der Durchschnittspreis mit 280.000 EUR nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.
Die Preise für neue Eigentumswohnungen legten in den vergangenen Monaten in einigen Regionen leicht zu, vor allem in Ballungsräumen und Tourismusstandorten. Preis-Primus ist Starnberg mit 3.550 EUR pro Quadratmeter vor München (3.400 EUR), Garmisch-Partenkirchen (3.300 EUR), Freiburg (3.200 EUR) und Hamburg (mit 3.000 EUR). Die Tendenz: Immer häufiger werden Eigentumswohnungen als attraktive Alternative zum Eigenheim angesehen. Cottbus ist mit 1.000 EUR pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung prominentester Vertreter am Ende des Rankings. Bei den Großstädten bewegen sich die Preise in Dresden, Leipzig, Bremen, Hannover, Essen und Dortmund zwischen 1.750 bis 2.000 EUR.
Die Preise für Bauland sind nicht zuletzt auf Grund des schwachen Neubaus regional stark different. In süddeutschen Groß- und Mittelstädten kostet der Quadratmeter mit 300 EUR (2008: 280 EUR) im Durchschnitt mehr als doppelt so viel wie in Norddeutschland (120 EUR). Im Schnitt nur etwa 70 EUR muss in Ostdeutschland für einen Quadratmeter gezahlt werden. Ein ganz anderes Bild gibt es in vielen Großstädten Süd- und Südwestdeutschlands: Bauland ist dort sehr gefragt und kostet beispielsweise in München 800 EUR, in Stuttgart 650 EUR und in Heidelberg 630 EUR pro Quadratmeter. In mittleren Städten zahlen Bauherren dagegen nicht selten weniger als 100 EUR pro Quadratmeter.
Kommentare zu dieser Nachricht