Energieverbrauch im Haus: Was bringt der neue Pflichtausweis?
Seit Juli 2008 ist der Energieausweis Pflicht. Jeder potenzielle Mieter und Immobilienkäufer darf Einsicht nehmen, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu kennen.
Zunächst einmal: Energieausweis ist nicht gleich Energieausweis. Es gibt zwei Varianten: Der sogenannte Verbrauchsausweis ist quasi die Basisversion. Hier wird die Energieeffizienz über den durchschnittlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre errechnet. Die Erhebung dieser Daten ist einfach und kostengünstig.
Soll es etwas aufwändiger sein, gibt es noch die Premiumvariante: den Bedarfsausweis. Hier werden bauliche Daten (Material, Konstruktion, Heizanlagenwerte u. a.) ermittelt, um den voraussichtlichen Energieverbrauch zu errechnen - ein auch teureres Verfahren.
Trotz der gesetzlichen Pflicht ist der Energieausweis vielen Deutschen noch kein Begriff. Laut einer repräsentativen Umfrage des Online-Marktplatzes Scout24 weiß nur jeder Siebte Bescheid. Ein seltsamer Umstand angesichts der Tatsache, dass den meisten Befragten das Thema Energieverbrauch bei einer Miet- oder Kaufentscheidung am Herzen liegt.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bietet die Broschüre "Energieausweis für Gebäude" mit ausführlichen Informationen zum kostenlosen Download an. Ihren Energieverbrauchsausweis können Sie auch online bestellen, z. B. über die Prüfgesellschaft Dekra.
Andreas Tschorn
NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE
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