Aktieninstitut: Finanzmarktsteuer schadet allen!

Das Deutsche Aktieninstitut hat sich entschieden gegen die Pläne der SPD für eine globale Finanzmarktsteuer ausgesprochen. „Eine allgemeine Steuer auf Finanztransaktionen würde weit mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften,“ kritisierte Rüdiger von Rosen, Leiter des Aktieninstituts, die geplante Steuer. „Es ist falsch, Sand ins Getriebe der Finanzmärkte zu streuen und damit eine fehlende internationale Kooperation der Aufsichtsbehörden kompensieren zu wollen.“
Eine Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Finanzgeschäften sei nicht möglich. Die vorgeschlagene Steuer würde alle Finanztransaktionen erschweren, den Märkten Liquidität entziehen und die Schwankungsanfälligkeit erhöhen statt mindern. Damit würden auch Eigenkapitalbildung und Unternehmensfinanzierung behindert. Das sei jedoch genau das Gegenteil dessen, was angesichts der Krise notwendig sei.
„Die Politik muss akzeptieren, dass der Finanzmarkt sinnvoll und notwendig ist. Wir brauchen mehr und nicht weniger Kapitalbildung“, so von Rosen. Auch Spekulation sei nicht grundsätzlich verwerflich, sondern habe wichtige gesamtwirt-schaftliche Funktionen wie z.B. die Schaffung von Liquidität und das Absichern von Risiken. „Der Finanzmarkt ist zu wichtig, als dass er vor der Wahl Opfer des Populismus werden dürfte“.
Statt einer Behinderung der Finanzmarkttransaktionen durch eine neue Steuer forderte von Rosen eine international abgestimmte Regulierung mit Augenmaß, die aus den Erfahrungen der aktuellen Krise die richtigen Schlüsse ziehe. Eine Finanz-marktsteuer gehöre nicht dazu.
Quelle: Deutsches Aktieninstitut e.V.
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