OECD-Studie: Geringverdiener und Alleinstehende mit hoher Steuer- und Abgabenlast

12.05.09
cecu.de

Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt dem deutschen Steuer- und Abgabensystem ein schlechtes Zeugnis aus. Demnach müssen Gringverdiener mehr als Hälfte ihres Einkommens für Steuern und Sozialabgaben verwenden. Dies ist der zweithöchste Wert aller untersuchten Staaten. Bei einem Alleinstehenden, der zwei Drittel des Durchschnittseinkommens von knapp 44.000 Euro verdient, fielen 2008 Steuern und Abgaben in Höhe von 47,3 Prozent der Arbeitskosten an.

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Vor allem Geringverdiener und Alleinstehende trifft das deutsche Steuer- und Abgabensystem vor allem Paare mit Doppeleinkommen hart. Wenn beide Eternteile berufstätig sind, langt der Fikus besonders kräftig zu. Dies ändert sich, wenn nur einer der Ehepartner einer Arbeit nachgeht. Dann liegen die Abgaben sogar im unterdurchschnittlichen Bereich. Für einen verheirateten Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern liegt die Quote der Steuern und Abgaben bei 36,4 Prozent.

Spitzenverdiener ziehen den größten Nutzen aus der Senkung der Steuer- und Abgabenquoten. Vor allem profitieren Spitzenverdiener aber von den Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe müssen keine Beiträge mehr zur Kranken- und Rentenversicherung gezahlt werden. Dies greift bei Singles ab einem Bruttoeinkommen von 63.000 EUR im Jahr. Hier wird die Maximalbelastung von 53,7 Prozent erreicht. Danach sinkt die Steuer- und Abgabenlast wieder. Beim Einkommen eines Alleinstehenden von 110.000 Euro sinkt die Abgabenquote in der Bundesrepublik sogar auf 50 Prozent.

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