Private Krankenversicherung: Reform auch für die Privaten?
Nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen bedürfen einer Reform. Auch die private Krankenversicherung (PKV) müsse Veränderungen durchlaufen. Der Verbandspräsident fordert Maßnahmen zur Kostensenkung und Qualitätsüberwachung.
Wie soll die Zukunft der privaten Krankenversicherung aussehen? Ständig steigende Beiträge machen aus Sicht des PKV-Verbands eine Überarbeitung der derzeitigen Strukturen erforderlich. So fordert der Präsident des PKV-Verbands, Reinhold Schulte, dass die PKV künftig direkt mit Ärzteverbänden als auch der Pharmaindustrie verhandeln dürfe. Dies sei bei gesetzlichen Kassen üblich. Warum also ist die PKV davon bisher ausgenommen?
Ziel müsse sein, die Qualität zu verbessern und zu überwachen sowie die Kosten zu senken. Die private Krankenversicherung wolle ihren Versicherten auch mehr Hilfestellung bei der Auswahl eines Arztes geben. Der privat Versicherte hat jedoch weiterhin das letzte Wort bei der Auswahl des Arztes.
Die private Krankenversicherung sieht sich als Lückenbüßer für die Einnahmeausfälle der Ärzte bei den gesetzlich Versicherten. Dies würde zu steigenden Kosten und zwangsläufig auch zu steigenden Beiträgen für die Versicherten führen. Allerdings sei dazu der Gesetzgeber gefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Auch in der PKV werden die Beiträge künftig weiter steigen, da die Lebenserwartung zunehme.
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