Private Krankenversicherung: Billig gibt es nicht

12.03.10
cecu.de

Private Krankenversicherungen werden im Internet derzeit für Monatsbeiträge ab 49 EUR beworben. Jeder könne sich in der PKV für diesen günstigen Beitrag versichern - so versichern einem die Werbebotschaften. Doch dies ist nicht immer im Sinne der privaten Anbieter.

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Wer sich für die private Krankenversicherung interessiert, erhält zahlreiche Informationen im Internet. Meist wird mit den günstigen Beiträgen in der PKV geworben. Ab 49 EUR oder 59 EUR könne man Patient erster Klasse werden. Die "Locktarife" sollen für das dringend benötigte Neugeschäft sorgen. Denn in den letzten Jahren haben sich die privaten Versicherer mit Neukunden schwer getan. Neue gesetzliche Hürden haben den Zugang zu den Angestellten erschwert.

Dabei sind einige Versicherer auf Neugeschäft angewiesen. Bleibt dieses aus, müssen die Beiträge angehoben oder alte Tarife geschlossen werden. So mussten gerade zum Jahreswechsel 2009/2010 zahlreiche Unternehmen die Prämien im zweistelligen Prozentbereich anheben. Kein Wunder, dass manchen PKV-Anbietern diese Geschäftspolitik ein Dorn im Auge ist. Die private Krankenversicherung müsse sich von dem "Billig-Image" entfernen und die Qualität in den Vordergrund stellen.

Dies ist umso wichtiger, als die geplante Kopfpauschale bei den gesetzlichen Krankenkassen den Wechsel für Angestellte aus Preisgründen nicht mehr attraktiv erscheinen lässt. Denn dann können sich Besserverdiener in der GKV bereits für 150 EUR versichern. Dieser Beitrag wird auch bei den Billigangeboten in der PKV verlangt. Die 49 EUR kommen nur dann zustande, wenn man eine hohe Selbstbeteiligung von 2.000 EUR oder mehr in Kauf nimmt.

Jedes Angebot lässt sich also schön rechnen. Aus diesem Grund sollten sich Interessenten nicht von günstigen Prämien blenden lassen. Viel wichtiger ist, dass die Tarifprämien langfristig nur moderat steigen. Oftmals haben vertriebsstarke PKV-Gesellschaften mit den "Lockangeboten" massenhaft Versicherte angezogen, um dann später die Beiträge überproportional anzuheben. Da ein Wechsel zu einem anderen Versicherer im Alter fast ausgeschlossen ist, konnte man sicher sein, den Kunden zu behalten.

Seriöse Gesellschaften verlangen von ihren versicherten daher ein realistisch kalkulierten Beitrag und nicht einen, der für ein paar Jahre "schön gerechnet" wurde. Gleichzeitig gibt es nach wie vor Unternehmen, die keine Paralleltarife anbieten (müssen). Die private Krankenversicherung bietet also keine Billigtarife an. Jede Leistung hat ihren Preis. Wer dies beachtet, wird auch in der PKV bei einem seriösen Anbieter glücklich.

Wir bieten Ihnen die kostenlose Beratung durch unsere PKV-Experten an. Nutzen Sie das Kontaktformular unter Private Krankenversicherung Vergleich.

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