Gesundheitsminister Rösler erhebt die Bekämpfung des Ärztemangels zur Chefsache

02.03.10

Die Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land ist die wichtigste Herausforderung in der Gesundheitspolitik, so der Gesundheitsminister Philipp Rösler. Rösler will die Ärzte mit Hilfe von Anreizen auf das Land locken. Das kann bereits bei den Studenten mit der Bereitstellung von Stipendien anfangen.

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Zukünftig braucht Deutschland mehr Ärzte als momentan zur Verfügung stehen. Viele examinierte Ärzte entscheiden sich für einen anderen beruflichen Werdegang oder wandern ins Ausland ab. Offensichtlich muß der Arztberuf attraktiver gestaltet werden. Zudem ziehen/zogen sich 75.000 Mediziner zwischen 2007 und 2017 auf den Altersruhesitz zurück.

Jährlich benötigen Kliniken und Praxen etwa 8.000 Ärzte, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Doch von den lediglich 7.000 Hochschulabsolventen entscheiden sich nur etwa 5.600 für den Arztberuf. 1.400 schlagen eine andere berufliche Laufbahn ein. Im abgelaufenen Jahr wanderten zudem 3.000 Mediziner ins Ausland ab.

Jüngst forderte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg Dietrich Hoppe, eine Änderung der schlechten Arbeitsbedingungen und der maroden Bezahlung. Nun setzt sich der Bundesgesundheitsminister, Philipp Rösler, dafür ein, den Arztberuf attraktiver zu gestalten und damit schon während der Studienzeit zu beginnen. Rösler will einen runden Tisch einberufen, an dem kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, Länder und auch Kommunen zu dem brisanten Thema gehört werden sollen. Darüberhinaus kündigte der Bundesgesundheitsminister eine Überarbeitung der Kriterien für die Bedarfsplanung für Mediziner an.

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