Koalition will Wahltarife der gesetzlichen Krankenversicherer einschränken

19.08.10
Keine Wahltarife bei Krankenkassen

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition plant, die Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen einzuschränken. Chefarztbehandlungen, Zweibettzimmer, Zahnersatz und Auslandsversicherungen sollen nach dem Willen der Regierung zukünftig nicht mehr durch gesetzliche Krankenversicherer abgedeckt werden können. Die Vorstände der Krankenkassen wehren sich heftig gegen diese Vorhaben.

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Von Rückenstärkung der Privaten Krankenkassen ist die Rede. Auch das Wortgebilde Hilfsprogarmm für die Privaten fiel im Zusammenhang mit den Plänen der Bundesregierung, die Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen einzuschränken. Nach dem Willen von Schwarz-Gelb sollen Chefarztbehandlungen, Zweibettzimmer, Zahnersatz und Auslandsversicherungen zukünftig nicht mehr durch gesetzliche Krankenversicherer abgedeckt werden können.
 
Die gesetzlichen Krankenversicherer befürchten eine erhebliche Abwanderung ihrer Mitglieder, sollte es zu der angekündigten Einschränkung der Wahltarife kommen. Ursprünglich wurden die Wahltarife von der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin eingeführt, um mehr Besserverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung zu halten und eine Abwanderung zu den Privaten Krankenkassen zu verhindern. Im Jahr 2000 befanden sich noch 6,5 Millionen freiwillig Versicherte bei den gesetzlichen Krankenkassen. Mittlerweile verringerte sich die Anzahl um 2 Millionen gut verdienende Mitglieder.
 
Neben der geplanten Einschränkung der Wahltarife, beschloß die Regierung bereits, die Drei-Jahres-Grenze bezüglich eines festen Einkommens auf ein Jahr zu verkürzen. Das heißt, wer in die Private Krankenversicherung wechseln möchte, braucht ab Januar 2011 ein festes Einkommen nur noch für den Zeitraum eines Jahres nachzuweisen. Die Einkommensuntergrenze liegt bei 49.950 Euro jährlich. Kritiker der Novellen sprechen von einer doppelten Stärkung der privaten Krankenversicherer.

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