Kasse oder PKV? Die Qual der Wahl bei der Krankenversicherung

Die Diskussionen um die Gesundheitsreform verunsichern die Bürger. Ein Großteil würde gerne in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln, darf jedoch nicht. Der Wunsche nach einem Kassenwechsel in der GKV ist ebenfalls ausgeprägt, sofern die Kasse einen Zusatzbeitrag verlangt. Die schwere Suche nach der richtigen Krankenversicherung.
Soll man die Kasse wechseln oder nicht? Und wenn ja, stellt die private Krankenversicherung eine sinnvolle Alternative dar? Angesichts der Hiobsbotschaften bei den gesetzlichen Krankenkassen ist die Wechselbereitschaft der Bürger gestiegen. Nur: Der Gesetzgeber erlaubt lediglich einem kleinen Kreis, den Wechsel in die PKV zu vollziehen. Für die meisten Bürger werden die Leistungen und Beiträge bei den privaten Kassen nur ein Traum bleiben.
Denn erst ab einem Jahreseinkommen von 49.950 EUR können Angestellte das Versicherungssystem wechseln. Wie hoch die sogenannte Versicherungspflichtgrenze 2011 sein wird, ist derzeit noch ungewiss. Gut möglich, dass der Wert über 50.000 EURR steigt. Für Beamte und Selbständige gilt diese Grenze übrigens nicht. Sie können ohne Beschränkungen in die PKV wechseln.
Bei den gesetzlichen Kassen tobt unterdessen der Wettbewerb. Die Versicherer, die einen Zusatzbeitrag verlangen, klagen über Mitgliederverluste. Andere Kassen freuen sich demnach über den Zugewinn neuer Kunden. Allerdings ist es gut möglich, dass es weitere Kassen in 2011 trifft, die einen Zusatzbeitrag verlangen müssen. Soviel ist jedoch sicher: Im nächsten Jahr wird der Beitragssatz auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens angehoben. Die Versicherten in der GKV müssen also zunächst tiefer in die Tasche greifen.
Wer sich für die PKV interessiert, muss sich zunächst mit einer anderen Kalkulation und anderen Tarifen auseinandersetzen. Denn die Private errechnet den Beitrag unabhängig vom Einkommen. Hier sind Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und der Tarif entscheidend. Höherwertige Leistungen kosten demnach mehr. Als Zukunftsvorsorge werden Altersrückstellungen gebildet. Jeder Kunde zahlt also einen etwas höheren Beitrag, damit dieses Geld für die höheren Gesundheitskosten im Alter zurückgelegt werden kann.
Wichtig für GKV und PKV: Man sollte bereits in jungen Geld für das Alter zurücklegen. Denn die Leistungen bei den gesetzlichen Kassen werden bis zur Rente durch weitere Gesundheitsreformen geringer ausfallen, die Zuzahlungen werden die erhöhen. Und bei den Privaten werden die Beiträge auch weiter steigen (müssen). Um im Alter nicht vor einem Berg hoher PKV-Beiträge zu stehen, sollte man die Ersparnis in jungen Jahren gewinnbringend anlegen.
TIPP: Aktuelle Vergleichsangebote zur GKV finden Sie unter Gesetzliche Krankenkassen Vergleich.
Für die PKV können Sie unter private Krankenversicherung Vergleich aktuelle Angebote anfordern.
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