Gesundheitsreform sorgt für Unmut

20.08.10
Streitpunkt Gesundheitsreform

Die Pläne der Regierungskoalition, Ärzten aus bestimmten Bundesländern im kommenden Jahr rund 1,2 Milliarden Euro mehr an Honoraren zukommen zu lassen, stoßen beim Spitzenverband der Krankenkassen auf Unverständnis. Auch das Vorhaben, den Krankenhäusern 1,5 Milliarden Euro mehr an Budget zu geben, sorgt für Unmut bei den Krankenkassen. Der Spitzenverband kritisiert, daß die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung letztendlich die Kosten zu tragen hätten.

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Das marode gesetzliche Gesundheitssystem bestimmt seit Monaten die Schlagzeilen. Mal geht es um die Erhöhung des allgemeinen Beitragsatzes, mal um die Erhebung von Zusatzbeiträgen. Kürzlich beschloss die Regierungskoalition, daß Krankenkassenmitglieder, die die Zahlung des Zusatzbeitrages versäumten, mit einem Säumniszuschlag rechnen müssen. Auch die Diskussion, welche Gruppe von Geringverdienern von der Zahlung zusätzlicher Beiträge ausgenommen werden soll, ist noch nicht vom Tisch.
 
Nun existieren Pläne, nach denen Ärzte in bestimmten Bundesländern im kommenden Jahr rund 1,2 Milliarden Euro mehr an Honoraren erhalten sollen. Zudem sollen Krankenhäuser rund 1,5 Milliarden mehr an Budget bekommen. Vor noch nicht allzu langer Zeit, sollte den Medizinern eine Nullrunde verordnet und die Budgets für Kliniken gekürzt werden. Die Pläne der Regierungskoalition stoßen beim Spitzenverband der Krankenkassen auf großes Unverständnis. Der Spitzenverband kritisiert darüberhinaus, daß die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen letztendlich die Kosten zu tragen hätten.

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