Elefantenhochzeit geplatzt: DAK und BKK Gesundheit fusionieren nicht
Für den 1. Oktober planten die DAK und die BKK Gesundheit eine Fusion. Die neu entstehende gesetzliche Krankenversicherung sollte eigentlich „DAK Gesundheit“ heißen. Doch nun ist die Zusammenlegung geplatzt.
Die Elefantenhochzeit der DAK und der BKK Gesundheit ist geplatzt. Ursprünglich sollte zum 1. Oktober eine Zusammenlegung erfolgen. Ein Sprecher der DAK teilte mit, daß die Kassen nicht zueinander passen. Auch eine Sprecherin der BKK Gesundheit erklärte, daß die Eigenständigkeit zum jetzigen Zeitpunkt im Vordergrund stehe.
Eigentlich sollte die Kasse unter „DAK Gesundheit“ firmieren. Die BKK Gesundheit schließt weitere Fusionsgespräche zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus. Die finanziellen Probleme vieler gesetzlicher Krankenversicherer sind teils so gravierend, daß nur eine Fusion mit einer anderen Kasse als Rettung des Unternehmens in Frage kommt. Besonders seit der Einführung eines Einheitsbeitrages und des Gesundheitsfonds straucheln viele Kassen.
Die Werkzeuge zur Selbstregulierung sind auf die Einführung von Zusatzbeiträgen beschränkt, wovor viele Versicherer zurückschrecken, teils aber gezwungen sind, die Maßnahme zu ergreifen. Der Trend zur Fusion setzt sich unter den gesetzlichen Krankenkassen fort. Experten sind der Ansicht, daß es in fünf Jahren noch etwa 50 Kassen am Markt gibt. Die größte Fusion fand zu Beginn des Jahres statt, als die Barmer Ersatzkasse mit der Gmünder Ersatzkasse zum mittlerweile größten Anbieter fusionierte.
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