Techniker Krankenkasse: Aus und vorbei für Wahltarif "TK-privat"

Bei der Techniker Krankenkasse (TK) wird der ambulante Wahltarif "TK-privat" eingestellt. Mit diesem Tarif konnten die Versicherten den Status eines Privatpatienten erreichen. Als Grund führt die TK an, dass der Tarif unrentabel für die Kasse sei. Die private Krankenversicherung sieht ihr Geschäftsmodell gestärkt.
Die Techniker Krankenkasse räumt auf. Der Wahltarif "TK-privat", mit dem gesetzlich Versicherte den Status eines Privatversicherten gegen Zusatzprämie erreichen konnten, wird geschlossen. Die TK führt an, dass der Tarif für die Kasse nicht wirtschaftlich sei. Der Wahltarif versprach seinen versicherten die Abrechnung bis zum 3,5-fachen der Gebührenordnung für Ärzte. Rund 7.000 TK-versicherte hatten sich für den Tarif entscheiden.
TK-Versicherte müssen nun das Prinzip der Kostenerstattung wählen, wenn sie weiterhin wie ein Privatpatient behandelt werden wollen. Allerdings dürfte die Kostenbelastung der Versicherten dadurch deutlich zunehmen. Die Kassen erstatten im Rahmen der Kostenerstattung angeblich lediglich 40 Prozent der entstandenen Aufwendungen.
Der Verband der privaten Krankenversicherung sieht sich in seiner Annahme bestätigt, dass die Wahltarife Sache der PKV und nicht der GKV seien. Die Kalkulation sei bei den Kassen aufgrund der geringen Mitgliederzahl nicht möglich. In der PKV gebe es im Gegensatz zur GKV eine vertragliche Garantie für den Erhalt der Tarife.
Zudem sorge ein Konstruktionsfehler für die Probleme bei den Wahltarifen in der GKV. denn die Kassen dürften keinen Risikozuschlag für Schwerkranke verlangen. So können einzelne Risiken dafür sorgen, dass die Tarife nicht bezahlbar seien.
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