Bricht das System der Gesetzlichen Krankenversicherung zusammen?

Die gesetzlichen Krankenversicherer kommen nicht zur Ruhe. Seit langer Zeit stehen sie im Rampenlicht der Medien. Nun prophezeien Experten einen Systemkollaps.
Vor zwei Jahren existierten noch 216 gesetzliche Krankenversicherungen. Nachdem eine Fusion nach der anderen folgte, zählt man heute noch 163 gesetzliche Versicherer. Skeptisch betrachten Experten die sogenannten Elefantenhochzeiten. Aufgrund ihrer Größe müsste der Staat im Falle einer Insolvenz einschreiten. Einer Studie zufolge, existieren im Jahr 2015 noch 50 Krankenkassen.
Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Rolf Stuppardt, warnte vor einem Systemzusammenbruch. Er gab zu bedenken, daß die Zusammenschlüsse die Gesundheitsökonomik zu wenig verfolgen. Auch der Chef der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK), Hans Unterhuber, ist der Ansicht, daß Fusionen allein nicht die Wende bei den angeschlagenen Kassen bringen könnten. Unterhuber sieht eine große Gefahr im Falle einer Insolvenz einer großen Kasse und vergleicht dies mit den Folgen des Zusammenbruchs von Großbanken.
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