Private Krankenversicherung: Verbraucherschützer fordern Abschaffung
Die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung soll nach dem Willen der Verbraucherschützer aufgehoben werden. Der Bundesverband der Verbraucherschützer will vor allem die stetig steigenden Kosten überprüfen lassen.
Zentrales Mittel, um den steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu begegnen, müsse die Auflösung der privaten Krankenversicherung sein. Es könne nicht sein, dass PKV-Versicherte für identische Leistungen mehr bezahlen müssten als gesetzlich Versicherte. Die Trennlinie zwischen PKV und GKV müsse folglich aufgehoben werden. Die privaten Krankenversicherer könnten sich dann auf das Geschäft mit Zusatzversicherungen konzentrieren.
In der privaten Krankenversicherung können die Ärzte und Zahnärzte nach jeweiligen Gebührenordnung Leistungen abrechnen. Mit entsprechenden Steigerungsfaktoren werden die Leistungen versehen. Somit können für aufwändige Behandlungen auch höhere Rechnungen gestellt werden. Allerdings führe dies nach Ansicht der Verbraucherschützer dazu, dass die Kosten bei den Privaten überdurchschnittlich steigen würden.
Jede Position im Gesundheitswesen gehöre auf den Prüfstand. Es würden sich Effizienzreserven von bis zu 20 Prozent ergeben, was einem Einsparpotenzial von Milliarden gleichkomme. So könnte der Druck auf die Beiträge und damit die Last für die Versicherten abgemildert werden.
Für gesetzlich Versicherte sollte die Transparenz erhöht werden. Dies könne durch die Offenlegung der abgerechneten und erbrachten Leistungen geschehen.
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