Barmer-GEK-Krankenhausreport 2010: mehr Klinikaufenthalte, kürzere Verweildauer

28.07.10
Krankenhausreport

Der Krankenhausreport 2010 der Barmer-GEK hat zum Inhalt, daß immer mehr Patienten immer kürzere Krankenhausaufenthalte aufweisen. Die kürzesten Krankenhausaufenthalte melden Thüringen und Niedersachsen, die höchsten Hamburg und Sachsen. Sachsen-Anhalt verzeichnet die höchste Anzahl der Klinikaufenthalte, Baden-Württemberg die wenigsten.

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Der Bundesdurchschnitt der Klinikaufenthalte liegt bei 145 pro 1000 Einwohner. Dabei ist ein Aufwärtstrend zu verspüren. Die Verweildauer im Krankenhaus ist dagegen niedriger. 1990 lag der Durchschnitt noch bei 13,4 Tagen, heute sind es nur noch 8,5. Das entspricht einem Minus von 36 Prozent.

Auffällig ist die gestiegene Anzahl von künstlichen Hüft- und Kniegelenken um rund 40 Prozent. Dabei entstehen Kosten in Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Experten werfen angesichts dieser Zahlen die Frage auf, ob diese Operationen medizinisch immer vertretbar seien, oder ob bereits eine gewisse Überversorgung bestehe. Ärzte meinen, daß eine immer besser werdende medizinische Versorgung in puncto Vollnarkose immer mehr Operationen bei Senioren überhaupt erlaube.

Bezieht man die Anzahl und Verweildauer der Klinikaufenthalte auf Berufsgruppen, so weisen Optiker die wenigsten Beschwerden auf. Auch Zahntechniker, Ingenieure und Verwaltungsangestellte erfreuen sich guter Gesundheit. Während Elektroinstallateure, Handel- und Dienstleister, Tischler, Maler und Schlosser im Mittelfeld liegen, müssen Angestellte im Sicherheitsbereich, Mitarbeiter in Gesundheitsberufen und Hilfsarbeiter vergleichsweise oft stationär behandelt werden. Die häufigsten Klinikaufenthalte sind unter den Arbeitslosen mit 182 Fällen pro 1000 Versicherten zu verzeichnen.

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