BKK Gesundheit bleibt lieber Single - DAK auch

Wenn zwei angeschlagene Unternehmen sich zusammenschließen, wird nicht zwangsläufig ein gesundes daraus. Dass Minus mal Minus nicht immer Plus ergibt, haben die beiden gesetzlichen Krankenkassen BKK Gesundheit und DAK erkennen müssen. Denn die Großfusion findet nicht statt. Unterdessen hat die BKK Gesundheit die neuesten Mitgliederzahlen veröffentlicht.
Es sollte eine der größten Fusionen bei den gesetzlichen Kassen in diesem Jahr werden. Die BKK Gesundheit und die DAK wollten zum 1. Oktober den Zusammenschluss wagen. Nun wurde die Fusion aber abgesagt. Die Verwaltungsräte der BKK Gesundheit haben sich offenbar gegen das Projekt ausgesprochen. Damit bleibt die BKK Gesundheit eigenständig. Erst gestern veröffentlichte die Kasse die aktuellen Mitgliedszahlen. Demnach waren Ende Juni 1,3 Millionen Versicherte Kunden der BKK. Davon mussten 918.000 Mitglieder Beiträge entrichten.
In der Öffentlichkeit wird seit Monaten berichtet, dass die beiden Krankenkassen finanziell angeschlagen seien. Bisher haben sich die Befürchtungen nicht bestätigt, auch wenn beide Kassen unter Mitgliederverlusten zu leiden haben. Schuld sind die Zusatzbeiträge von 8 EUR im Monat, die die BKK Gesundheit und DAK seit diesem Jahr erheben.
Da seit Einführung des Gesundheitsfonds Insolvenzen bei den gesetzlichen Kassen möglich sind, hatte die angekündigte Fusion im Ersatzkassenlager schlimme Befürchtungen ausgelöst. Denn die Ersatzkassen hätten im Fall der Fälle für die Verbindlichkeiten aufkommen müssen. Doch zunächst versuchen beide Krankenkassen in Eigenständigkeit die Krise zu meistern. Man darf gespannt sein, wie sich die weitere Entwicklung angesichts des angekündigten Milliardendefizits in der GKV darstellt.
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