Ombudsmann in der PKV verzeichnet 2009 mehr Beschwerden
Der Ombudsmann in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Schlichtungsstelle für unzufriedene Kunden. Seit Jahren steigt die Zahl der Beschwerden an. Für 2009 konnte ein neues Rekordhoch verzeichnet werden.
Rund 5.000 Beschwerden häuften sich auf dem Tisch des Ombudsmanns der privaten Krankenversicherung in 2009 - ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem aufgrund von hohen Beitragssteigerungen haben die Versicherten den Rat des Ombudsmanns, Helmut Müller, eingeholt. Der Ombudsmann ist die Schlichtungsstelle zwischen Versicherer und Versichertem bis zu einer Höhe von 5.000 Euro. Sein Schlichtungsspruch ist für die Beteiligten bindend.
Im letzten Jahr waren es nicht wie sonst die Leistungsverweigerungen von PKV-Unternehmen, sondern die Beitragserhöhungen, die die meisten Beschwerden ausmachten. In der Tat mussten manche Versicherer die Prämien um 20 bis 30 Prozent anheben. Ein Grund dafür sind die stetig steigenden Gesundheitskosten. Von 2002 bis 2008 sind die jährlichen Kosten der 46 Privatkassen im Verband um rund 33 Prozent gestiegen.
Allerdings ist der Ombudsmann bei Beitragserhöhungen der falsche Ansprechpartner. Denn für die Anhebung der Prämien gibt es klare Vorgaben, die zudem von einem unabhängigen Treuhänder geprüft werden. Wenn alle Vorgaben eingehalten wurden, muss der Versicherer die Tarife anheben. Da kann dann auch der Schlichter nichts ausrichten.
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