PKV-Wechsel: Sinnvoll nach Zusatzbeiträgen?

Die private Krankenversicherung (PKV) wird durch die Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen (GKV) attraktiver. Der Höchstbeitrag in der GKV steigt auf bis zu 670 Euro im Monat. Da in diesem Jahr bei fast allen Krankenkassen Beitragserhöhungen drohen, kann der PKV-Wechsel eine sinnvolle Alternative sein.
Wer freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt als Höchstbeitrag derzeit ca. 630 Euro im Monat. Viel Geld für gesetzliche Kassenleistungen, längere Wartezeiten beim Arzt und Zuzahlungen für Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel. Zusätzlich haben einigen Krankenkassen für 2010 Zusatzbeiträge angekündigt. Diese müssen vom Versicherten allein getragen werden. So kann sich die Maximalbelastung in der GKV auf bis zu 670 Euro im Monat summieren.
Kein Wunder, dass die private Krankenversicherung für viele Besserverdiener einen Ausweg darstellt. In der PKV werden die Beiträge nach dem Eintrittsalter, dem Geschlecht, dem versicherten Tarif und dem Gesundheitszustand berechnet. Gerade jüngere Versicherte sparen im Vergleich zur GKV leicht mehrere Hundert Euro im Jahr. Wer auf hochwertige Leistungen Wert legt, spart zwar weniger Geld, hat jedoch privatärztliche Leistungen im ambulanten, stationären und Zahn-Bereich.
Wer kann in die PKV wechseln?
Der Gesetzgeber erlaubt Beamten, Freiberuflern und Selbständigen den Wechsel in die PKV ohne jede Hürden. Angestellte hingegen müssen drei Jahre hintereinander über der Versicherungspflichtgrenze verdienen, um in die PKV wechseln zu können. Diese liegt für 2010 bei 49.950 Euro im Jahr.
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