PKV: Wechselfrist für freiwillige GKV-Mitglieder endet am 30. September

14.08.12
Krankenkassenkarte, Geld, Tabletten

Wer als freiwillig gesetzlich Krankenversicherter in diesem Jahr einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) anstrebt, muss sich beeilen: Am 30. September endet die Wechselfrist. Wer seiner gesetzlichen Kasse bis dahin kündigt, kann zum 1. Dezember Mitglied in der PKV werden. Der Wechsel ist aufgrund des geringeren Eintrittsalters und der Einführung der Unisex-Tarife interessant.

Bei der Kalkulation der PKV-Beiträge spielen das Alter und bis Ende diesen Jahres auch das Geschlecht eine maßgebliche Rolle. Wer den Gedanken in sich trägt, in das private Krankensystem zu wechseln, sollte sich daher beeilen. Denn nur wenn die Kündigung bei der gesetzlichen Krankenkasse bis 30. September eingegangen ist, kann die private Krankenversicherung noch in diesem Jahr und damit zu günstigeren Konditionen starten. Durch das geringere Eintrittsalter kann sich eine dauerhafte jährliche Ersparnis von bis zu 150 Euro ergeben. 

Zusätzlich sorgt die Einführung der Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung für gravierende Veränderungen in der Beitragskalkulation. Profitierten bislang Männer in der PKV von bis zu 25 Prozent geringeren Beiträgen, so ist damit für Neuabschlüsse nach dem 21. Dezember 2012 Schluss. Die nach Geschlecht getrennten Beiträge gehören dann der Vergangenheit an. Männer zahlen für die höheren Versicherungskosten der Frauen in der PKV mit. Dadurch ist mit einer deutlichen Anhebung der Neugeschäftsbeiträge für Männer zu rechnen.  

Durch einen Wechsel in die PKV lässt sich in diesem Jahr also gleich doppelt sparen. Zum einen sichert man sich dauerhaft ein geringeres Eintrittsalter, zum anderen entgehen Männer den Unisex-Tarifen.

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