Geringeres Defizit beim Gesundheitsfonds?

06.03.10

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schätzt, dass das Defizit des Gesundheitsfonds geringer ausfällt als ursprünglich angenommen. Statt 3,9 Milliarden Euro werden für 2010 lediglich 1,4 Milliarden Euro veranschlagt. Auch 2011 sorht ein deutlich geringeres Minus.

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Geht es dem Gesundheitsfonds trotz Wirtschafts- und Finanzkrise besser als erwartet? Glaubt man den Berechnungen des IfW ist das der Fall. Während der Schätzerkreis beim Gesundheitsministerium für 2010 von einem Defizit von 3,9 Milliarden Euro ausgeht, rechnen die Ökonomen lediglich mit 1,4 Milliarden Euro. Vor allem die bessere Entwicklung am Arbeitsmarkt führe zum Rückgang des Defizits.

Gleichzeitig würden auch die Ausgaben bei den Krankenkassen in geringerem Tempo ansteigen als veranschlagt. Die Krankenkassen rechnen mit einem Ausgabenanstieg von 4,6 Prozent - und das ohne die Ausgaben für die Schweinegrippe-Impfung. Kein Wunden, dass die Ökonomen angesichts der moderaten Tarifabschlüsse davon ausgehen, dass dieser Wert zu hoch angesetzt ist.

Wahrscheinlicher Hintergrund für die Annahmen ist, dass derzeit die Haushaltsberatungen für 2011 laufen. Angesichts eines Steuerzuschusses des Bundes in Milliardenhöhe will sich die Branche in Position bringen. Denn der Etat sieht einen Steuerzuschuss von 3,9 Milliarden Euro vor. Warum sollte man auf dieses Geld verzeichnet, wenn es der Staat sowieso vorsieht?

Derweil plagen sich die Versicherten mit dem Gespenst der Zusatzbeiträge herum. Wenngleich bisher lediglich wenige Versicherte davon betroffen sind, so drohen für 2011 Zusatzbeiträge auf breiter Front.

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