Gesundheitsfonds im Minus

11.03.10

Die Gesetzlichen Krankenkassen erwirtschafteten zwar einen Überschuß von rund 1,1 Milliarden Euro, doch der Gesundheitsfonds verbucht keine schwarzen Zahlen. Ein Defizit von 2,5 Milliarden Euro steht in den Büchern. Die Gründe liegen in den durch die Wirtschaftskrise bedingten Minderungen der Einnahmen.

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Der Gesundheitsfonds besteht erst seit einem Jahr, und er verbucht bereits ein Defizit von 2,5 Milliarden Euro. Da die Beitragszahlungen der Versicherten durch die Wirtschaftskrise geschmälert wurden, verfügt der Fonds nicht über die benötigten Mittel. Die Etats, die an die Krankenversicherer ausbezahlt werden, blieben hingegen unverändert. Die Folge ist ein dickes Minus im Finanztopf der Krankenkassen.

In diesem Jahr soll ein Abbau der Schulden erfolgen. Insgesamt erwirtschafteten die Krankenkassen einen Überschuß von 1,1 Milliarden Euro. Doch der Gesamtüberschuß läßt keine Schlüsse auf die individuelle Finanzlage der einzelnen Kassen zu. Manche Versicherer verbuchten ein dickes Plus, während anderen die Luft abgeschnürt wird. Einige Versicherer mußten bereits Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben, um überhaupt weiterhin bestehen zu können.

Die gesetzlichen Krankenkassen gaben im abgelaufenen Jahr 171 Milliarden Euro aus. Der größte Teil der Ausgaben entfiel auf die ambulante Behandlung mit 30,6 Milliarden Euro und auf die Krankenhäuser mit 56,4 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für Medikamente stiegen um 5,3 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro. Die Arzneimittelausgaben sollen zukünftig jedoch drastisch gesenkt werden, wie der Gesundheitsminister, Philipp Rösler, bereits verkündete.

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