Kassen-Fusionen: Das Ende der Betriebskrankenkassen?

08.03.10
cecu.de

Neue Studie zur Zukunft der gesetzlichen Krankenkassen: bis 2012 sollen weniger als 100 Kassen am Markt aktiv sein. Bis 2015 wird es nach der Studie Von Ernst & Young sogar maximal 50 Krankenkassen geben. Vor allem kleine Betriebskrankenkassen sind in ihrer Existenz bedroht.

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Massenfusionen werden in den nächsten Jahren die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen deutlich reduzieren. So wird es in 5 Jahren nur noch 10 statt der derzeit 130 meist kleinen Betriebskrankenkassen geben. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen bereits von über 1.000 Anbietern auf 169 geschrumpft. Der Fusionsdruck dürfte jedoch weiter an Schärfe zunehmen. Durch den einheitlichen Beitragssatz infolge des Gesundheitsfonds müssen die Kassen Gelder einsparen, ohne den Service zu reduzieren.

So macht sich laut Studie jede zweite Kasse Gedanken über einen Zusammenschluss. Seitdem der Gesetzgeber Insolvenzen auch bei den Krankenkassen möglich gemacht hat, geht angesichts der Milliardenschulden das Gespenst der Zahlungsunfähigkeit um. Fusionen bieten in diesem Fall einen besseren Schutz. Kosten können auf mehrere Schultern verlagert werden. Nur so konnten in diesem Jahr einige Krankenkassen einen Zusatzbeitrag verhindern.

Um langfristig am Markt bestehen zu können, helfen jedoch nur Zusammenschlüsse weiter. Und da wird in den nächsten Jahren besondere Dynamik zu beobachten sein. Die nächsten Kassenfusionen werden bereits vorbereitet. So wird die Zahl bis Ende des Jahres wahrscheinlich auf 150 Kassen gesunken sein. Tendenz: abnehmend!

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