Krankenkassen reagieren auf Sparpläne Röslers
Die Pläne des Bundesgesundheitsministers, Philipp Rösler, zur Senkung der Arzneimittelkosten, wurden durch die Krankenkassen zum Teil begrüßt und zum Teil kritisiert. Positiven Anklang fand Röslers Plan, Pharmaunternehmen und Krankenversicherer zur Verhandlung der Medikamentenpreise an einen Tisch zu bringen. Ablehnung erhielt Rösler bezüglich des Vorhabens, eine Kosten-Nutzen-Prüfung der Innovation nur bei gescheiterten Verhandlungen einzufordern.
Der Explosion der Arzneimittelkosten in Deutschland muß Einhalt geboten werden. Eine Steigerung der Ausgaben um 5,3 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro ist im Ländervergleich nicht gerechtfertigt. Die Regierung setzt zunächst bei der Beseitigung des Preisdiktates der Pharmaunternehmen hinsichtlich der Preise für neue Medikamente an. Rösler verspricht sich Einsparungen in Höhe von 2 Milliarden Euro.
Das Regierungsvorhaben beinhaltet, daß sich Pharmaunternehmen und Krankenkassenvertreter zukünftig an einen Tisch setzen, um Preise für neue Medikamente auszuhandeln. Rösler sieht zudem vor, eine Kosten-Nutzen-Prüfung des innovativen Produktes nur bei gescheiterten Verhandlungen einzufordern. An diesem Punkt setzten die Krankenkassen an und fordern eine Kosten-Nutzen-Analyse schon vor Beginn der Preisverhandlungen. Andernfalls könnten die Hersteller mit einer überzogenen Preisvorstellung in die Verhandlung gehen und so ihren Wunschpreis dennoch erzielen.
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