GlaxoSmithKline rechnet mit 2 Milliarden Euro Belastung für Rechtsstreitigkeiten
Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline stellt sich auf eine Milliardenzahlung für Rechtsstreitigkeiten ein. Die Belastungen summieren sich auf 2 Milliarden Euro. Ein Großteil der Aufwendungen steht im Zusammenhang mit dem umstrittenen Diabetesmedikament Avandia.
Erneut steht der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline unter Beschuß. Bereits vor drei Jahren geriet das Diabetesmedikament Avandia in die Kritik. Experten warfen dem Konzern vor, das Medikament erhöhe das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle deutlich mehr als andere Arzneien. Mehrere hundert Todesfälle wurden mit Avandia in Verbindung gebracht.
In Deutschland wird das Diabetikum nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft zudem die Sicherheit von Avandia nochmals.
Aufgrund der Verdächtigungen brach das zu den umsatzstärksten Produkten gehörende Medikament von GlaxoSmithKline ein. Der Umsatz sank von drei Milliarden Dollar im Jahr 2006 um mehr als die Hälfte.
Trotz der Vorwürfe sprach sich ein Ausschuß der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für die Beibehaltung des Mittels am Markt aus. Allerdings unter der Bedingung, daß die möglichen Nebenwirkungen ergänzt werden. Die FDA wird ihre endgültige Entscheidung in den nächsten Monaten fällen.
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