Mobbing an Schulen: Jeder dritte Schüler ist Opfer
Eine repräsentative Umfrage der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse DAK ergab, dass fast jeder dritte Schüler gemobbt wird. Im Rahmen der Initiative "Gemeinsam gesunde Schule entwickeln" befragte man mehr als 1800 Jugendliche. Opfer sind Mädchen und Jungen gleichermaßen.
Die Schüler unterliegen nicht nur einem hohen Leistungsdruck und Prüfungsangst, sie werden zudem von Mitschülern drangsaliert. Eine Umfrage von 1800 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren ergab, dass fast jeder Dritte (31,2 %) gemobbt wird. Die Umfrage fand in verschiedenen Bundesländern an diversen Schultypen statt. Etwa jeder zehnte (9,7 %) Schüler erfuhr durch Mitschüler körperliche Gewalt.
Das Mobbing an Schulen ist besorgniserregend. Die Schikanen durch Mitschüler wirken sich auf die Gesundheit der Mobbingopfer aus. Die Schüler klagen über Bauchweh, Kopfschmerzen, Rückenleiden und Schlaflosigkeit. Diese Symptome können sich zu ernsthaften Krankheiten entwickeln. Problematisch ist der Umgang der Schüler mit den Symptomen. Häufig greifen sie zu Zigaretten oder Alkohol, um die Situation bewältigen zu können.
Die Befragung ergab zudem, dass sich 37 Prozent der Schüler als Täter sehen und 14,5 Prozent sogar als Wiederholungstäter. Körperliche Gewalt ging besonders häufig von Jungen aus. 21,5 Prozent der Schüler gaben zu, schon einmal handgreiflich geworden zu sein. Der gewalttätige Anteil unter den Mädchen beläuft sich dagegen nur 6,5 Prozent.
Schüler sind der Ansicht, dass die Lehrer nicht ausreichend handeln. Die Universitätspädagogin, Silke Rupprecht, forderte daher ein stärkeres Durchgreifen und Bestrafen seitens der Lehrer. Darüberhinaus sollte im Klassenverband ein Regelwerk erarbeitet werden, das Mobbing verbietet. Eine weitere Möglichkeit zur Eindämmung der Schikanen besteht darin, dass Eltern informiert und zum Handeln animiert werden.
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