PKV: Warum die Beiträge exorbitant steigen

Privat Krankenversicherte mussten in den letzten Jahren überdurchschnittliche Beitragssteigerungen in Kauf nehmen. Die Beschwerden beim Ombudsmann steigen an.
Privat Krankenversicherte genießen zwar höherwertige Leistungen, müssen langfristig jedoch höhere Beitragssteigerungen verkraften. Dies ergibt sich aus einem Gutachten zur privaten Krankenversicherung des Bundeswirtschaftsministeriums. Demnach sind die PKV-Beiträge seit den 1980er Jahren im Schnitt jedes Jahr um 6 Prozent angehoben worden.
Dies führt dazu, dass beim Ombudsmann der PKV die Beschwerden wegen Beitragserhöhungen deutlich zugenommen haben. In 2009 konnte die Schlichtungsstelle der PKV eine Zunahme der Beschwerden von 10 Prozent verzeichnen. Insgesamt lag die Zahl bei über 5.000. Vor allem bei Beitragserhöhungen wenden sich die PKV-Versicherten an den Ombudsmann. Teilweise wurden die Prämien von 2009 auf 2010 im zweistelligen Rahmen angehoben.
Zurückzuführen ist dies auf deutlich steigende Leistungsausgaben. Zwischen 1997 und 2008 waren die allein 49 Prozent. Kein Wunder, dass die Prämien die gleiche Richtung einschlagen, da der PKV-Versicherer die Leistungen nicht kürzen kann. Der PKV-Verband bemüht sich daher auch um eine Novelle der Gebührenordnung für Ärzte und verlangt weitergehende Befugnisse für die Versicherer, um die Kosten zu senken.
Das Gutachten zur PKV wurde vom Berliner IGES- Institut und dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup erstellt. Es findet insbesondere bei der FDP keinen Anklang, weil das System der PKV so kritisch beurteilt wird. Die FDP möchte die kapitalgedeckten Elemente im Gesundheitswesen weiter ausbauen.
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