Krankenkassenfusionen: 2015 nur noch 50 Anbieter?
Eine Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young berichtet, daß die Krankenkassen in den kommenden Jahren weiterhin fusionieren werden. Das Unternehmen schätzt, daß in zwei Jahren noch 100 der momentan 169 existierenden Krankenversicherer ihre Dienste anbieten werden. Bis 2015 sinke die Anzahl der Krankenkassen sogar auf 50, so die Autoren der Studie.
Bis zum Jahresbeginn 2010 fusionierten bereits 11 Krankenversicherer. Darunter befindet sich der inzwischen größte Versicherer, die Barmer GEK mit einem Marktanteil von fast 13 Prozent. Das bedeutete für 14 Kassen den Untergang, was von der Politik jedoch billigend in Kauf genommen wird. Die ehemalige Gesundheitsministerin, Ulla Schmidt, verfolgte während ihrer Amtszeit das Ziel, die Anzahl der Krankenkassen auf 30 – 50 schrumpfen zu lassen.
Ganz im Sinne Schmidts prognostiziert die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young eine erhebliche Reduktion der Krankenversicherer. Das Unternehmen schätzt, daß in zwei Jahren noch 100 der momentan 169 existierenden Krankenversicherer ihre Dienste anbieten werden. Bis 2015 sinke die Anzahl der Krankenkassen sogar auf 50, so die Autoren der Studie. Damit steigt jedoch auch die Zahl der potentiell mißlungenen Zusammenschlüsse.
Besonders die Betriebskrankenkassen werden vom Markt verschwinden. Experten sagen voraus, daß ihr Anteil von derzeit 130 auf 10 zurückgehe. Der Grund für die Zusammenschlüsse liegt einerseits darin, daß neuerdings auch Krankenkassen bankrott gehen können. Andererseits existiert die Regulierungsmethode, zur Verbesserung der Zahlen über die Beitragssätze, seit Einführung eines einheitlichen Satzes nicht mehr. Den Kassen bleibt demzufolge nur noch die Möglichkeit zur Fusion oder zum Bankrott.
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