Krankenkassen: Große Verunsicherung unter den Mitgliedern angesichts der Zusatzbeiträge

18.02.10
cecu.de

Angesichts der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch verschiedene gesetzliche Krankenkassen herrscht Verunsicherung unter den Mitgliedern. Wie hoch sind die zusätzlichen Beiträge? Kann man problemlos den Versicherer wechseln? Wie stehen die Chancen, daß die neue Krankenkasse keine Zusatzbeiträge erhebt?

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Seit der Ankündigung einiger Kassen, Zusatzbeiträge erheben zu müssen, ist eine Welle der Entrüstung durch die betroffenen Versicherten gegangen. Die Mitglieder sind häufig sehr verunsichert, angesichts der wirklichen Höhe der Beiträge. Zudem wissen viele nicht, wie das Prozedere bei einer Kündigung abläuft. Darüberhinaus ist ungewiss, ob die neue Kasse nicht auch irgendwann einen zusätzlichen Obolus erhebt.

Eine Kasse hat das Recht, sollte sie mit den finanziellen Mitteln aus dem Gesundheitsfond nicht mehr zurechtkommen, Zusatzbeiträge zu erheben. Jüngst führten das manche Versicherer, wie die DAK und die Deutsche BKK, ein. Die Krankenkassen sind befugt, ihre Versicherten mit maximal einem Prozent vom Bruttolohn zusätzlich zu belasten. Acht Euro dürfen monatlich ohne Einkommensprüfung erhoben werden. Im Zweifelsfall wird ein Maximalbetrag von 37,50 Euro fällig, was einem jährlichen Betrag von 450 Euro entspricht.

Wer sich entscheidet, den Versicherer zu wechseln, hat angesichts der erhobenen zusätzlichen Beiträge ein außerordentliches Kündigungsrecht. Allerdings sollte man beim Wechsel darauf achten, welchen Leistungsumfang die neue Kasse bietet. Ein Krankenkassenwechsel an sich läuft unbürokratisch ab. Das Problem besteht eher darin, daß niemand zum jetzigen Zeitpunkt prophezeien kann, welche Kassen keine zusätzlichen Beiträge erheben werden. Wenn es schlecht läuft, erhebt die neue Kasse kurz nach dem Wechsel einen zusätzlichen Obolus.

Die IKK Südwest versprach ihren Mitgliedern, in diesem Jahr keine zusätzlichen Beiträge zu erheben. Die Krankenkasse zählt rund 26.000 Versicherte. Der Versicherer erstattet seinen Mitgliedern sogar eine Prämie von 100 Euro jährlich für das abgelaufene Jahr 2009. Die IKK Südwest erhält täglich etwa 800 Anfragen bezüglich einer Neuaufnahme.

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