30.07.09

Krebsgefahr durch Solarien bestätigt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab bekannt, daß durch das Bräunen unter Sonnenbänken eine erhöhte Krebsgefahr besteht. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) fand heraus, daß für unter 30-jährige, die regelmäßig ins Solarium gehen, ein um 75 Prozent erhöhtes Risiko existiert, an Hautkrebs zu erkranken. Auch Augenkrebserkrankungen können in engem Zusammenhang mit der Bestrahlung durch künstlich erzeugte UV-Bestrahlung stehen.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2008 ergab, daß 14 Millionen Bundesbürger zwischen 18 und 45 Jahren regelmäßig auf der Sonnenbank brutzeln. Inzwischen steht die Gefährlichkeit, die von den Solarien ausgeht, auf einer Stufe mit Rauchen und Asbest. Experten raten dringend von Solariumsbesuchen ab. Die Risiko, an einem lebensbedrohlichen Melanom zu erkranken, ist einfach zu hoch.

Mediziner unterscheiden zwischen dem Malignen Melanom, dem „Schwarzem Hautkrebs“, und dem Basalzellkrebs bzw. Plattenepithelkarzinom, dem „Weißem Hautkrebs“. Letztere Krebsart erweist sich als nahezu heilbar, im Gegensatz zum Malignen Melanom. Der schwarze Hautkrebs bildet Metastasen, und das macht ihn so gefährlich. Frauen erkranken öfter an dieser Hautkrebsart als Männer. Jährlich kommt es in Deutschland zu 250.000 Hautkrebsentfernungen.

Etwa 900.000 Hautkrebspatienten werden in Deutschland therapiert, und jährlich kommen 135.000 Neuerkrankungen hinzu. Hautkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart, die in 3.000 Fällen tödlich endet. Zur Früherkennung bei Hautkrebs dient das sogenannte Hautscreening, welches Hautärzte durchführen. Seit 2008 übernehmen die Kassen die Kosten, und jeder Patient ab 35 Jahren hat Anspruch auf eine Untersuchung im Kalenderjahr.

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