Schweinegrippe: viel Wirbel um nichts?

Britische Forscher ermittelten, daß die Sterberate an der Schweinegrippe in England bei lediglich 0,026 Prozent liegt. Das bedeutet, daß von 100.000 Infizierten 26 Menschen sterben. In Deutschland starben bisher 94 Menschen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe.
Neueste britische Studien ergaben, daß die Sterberate an der Schweinegrippe in England bei lediglich 0,026 Prozent liegt. Das bedeutet, daß von 100.000 Infizierten 26 Menschen sterben. Verglichen mit der Spanischen Grippe ist die Sterberate bei H1N1-Infizierten etwa nur ein Hunderstel so groß. In Deutschland starben bisher 94 Menschen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe, die meisten von ihnen wiesen jedoch schwerste Vorerkrankungen auf. Die saisonale Grippe kann hingegen jährlich zwischen 10.000 und 30.000 Todesopfer fordern.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) existieren in Deutschland etwa 192.000 gemeldete Fälle der Schweinegrippe. Doch die Dunkelziffer wird weitaus höher sein, da die Ärzte von der Meldepflicht entbunden sind. Der überwiegende Teil der Erkrankungen verlief eher harmlos, was wohl der Grund für die niedrige Impfrate von 5 Prozent sein dürfte. Nun fragt man sich, ob viel Wirbel um nichts veranstaltet wurde.
Die Autoren der Studie, ein Team um Liam Donaldson vom britischen Gesundheitsministerium, betonen trotz der niedrigen Sterberate die Notwendigkeit einer Impfung. Momentan ist noch nicht absehbar, inwieweit die Ausbreitung des H1N1-Erregers durch die Impfungen zurückgedrängt werden konnte. Fakt ist, daß vorwiegend chronisch Kranke im Zusammenhang mit der Schweinegrippe starben. Und für genau diese Gruppe sieht das RKI eine Impfung vor.
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